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Vulkaneifel: Integration fördern – Miteinander leben – voneinander lernen

Pressemeldung vom 18. Juni 2015, 15:43 Uhr

Beauftragte für Migration und Integration stellen sich vor
Im Landkreis Vulkaneifel leben über 2.700 Menschen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit. Hinzu kommen die Deutschen mit Migrationshintergrund, deren Zahl schätzungsweise ebenfalls bei ca. 2.700 liegt. Gemessen an der Gesamtbevölkerung im Kreis von 60.700 entspricht dies einem Anteil von etwa neun Prozent.
All diese Menschen bereichern den Landkreis Vulkaneifel und machen ihn bunter und lebendiger. Damit sich diese Menschen in einem für sie fremden Land mit unbekannter Sprache und Kultur zurechtfinden, kommt der sozialen und kulturellen Integration eine enorme Bedeutung zu.
Um die Integrationsarbeit im Landkreis zu bündeln, zu vernetzen und zu koordinieren, beruft der Kreistag des Landkreises Vulkaneifel auf Vorschlag des Landrates für die Dauer seiner gesetzlichen Wahlzeit eine/einen Beauftragte/n für Migration und Integration. Für den Landkreis nimmt derzeit die gebürtige Französin Celine Reineke aus Daun diese Aufgabe wahr und wird von ihren Stellvertretern Lidia Gensirovskij und Salih Sarp unterstützt.

Zu den Schwerpunktaufgaben der Beauftragten für Migration und Integration zählt unter anderem die Hilfestellung bei der Orientierung in der neuen Heimat. Darüber hinaus verstehen sie sich auch als Anlaufstelle der Menschen bei familiären und schulischen Problemen sowie für den Kontakt mit Behörden und zur Überwindung von Sprachbarrieren.

Sollten Sie Fragen zum Thema Integration haben, können Sie sich gerne an Celine Reineke, 54550 Daun, Tel.: 06592/9825203 wenden.
Dass Integration im Landkreis Vulkaneifel gelebt wird, zeigte auch kürzlich wieder das Fest der Nationen im Rondell in Gerolstein mit mehr als 4.000 Besuchern. Das Fest, das vom Forum Eine Welt e.V. veranstaltet wird, bietet Einheimischen und Menschen aus allen Kontinenten die Möglichkeit, sich kennenzulernen und voneinander zu lernen.

Nach der Begrüßung von Christa Karoli, Forum Eine Welt, Friedhelm Bongartz, Stadtbürgermeister, Irene Alt, Ministerin für Integration, Familie, Jugend und Sport begrüßte auch Landrat Heinz-Peter Thiel die Gäste, allerdings auf Eifeler Platt. Anschließend erwartete die Besucher wieder ein buntes Programm mit Musik, Tänzen und einem großen kulinarischem Angebot an landestypischen Speisen.

Drei Botschafter für die Eifel
Zukunftsinitiative Eifel feiert Zehnjahresfeier im Jugendstilkraftwerk Heimbach – Rennfahrer Chris Vietoris aus Gönnersdorf ist einer der drei Eifel-Botschafter
Im Rahmen der Zehnjahresfeier im Jugendstilkraftwerk Heimbach ernannte die Zukunftsinitiative Eifel (ZIE) den Autorennsportler Chris Vietoris (Landkreis Vulkaneifel), Ministerin Isabelle Weykmans (Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens) und Hannes Schöner (Bad Münstereifel), den Bassisten der legendären Kölner Band „De Höhner“ zu Eifelbotschaftern. Seit zehn Jahren ist die Zukunftsinitiative Eifel das gemeinsame Dach von acht Eifelkreisen sowie den regionalen Wirtschaftskammern und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens (DG). Die Jubiläumsfeierlichkeiten im Jugendstilkraftwerk Heimbach eröffnete die exzellent aufspielende Schülerband des Dürener Gymnasiums am Wirteltor, dann gab der Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn den Startschuss. Landrat Heinz-Peter Thiel, der amtierende Vorsitzende des ZIE-Präsidiums, gab einen Rückblick nicht nur über 10 Jahre ZIE, sondern auf die Geschichte der Eifelregion überhaupt. Landrat Thiel lobte die Gründerväter Helmut Etschenberg (Aachen) und Roger Graef (Bitburg-Prüm) und Tourismus-Manager Klaus Schäfer, der die Eifel-Tourismus (ET) und den Fremdenverkehr der Eifel in eine Spitzenposition im deutschsprachigen Raum manövriert habe. ZIE-Präsident Heinz-Peter Thiel schloss mit dem heftig beklatschten Appell: „Das Zusammenwachsen der Eifel ist nicht aufzuhalten. Lassen Sie uns den Schulterschluss über Landes- und Staatsgrenzen fortsetzen und intensivieren.“ Dann interviewte Moderator Robert Esser von der Aachener Zeitung, der souverän und auf die Minute genau durchs mehrstündige Programm führte, die ZIE-Gründer Helmut Etschenberg und Günter Rosenke.

Beim Jubelfest ging es allerdings nicht nur um den Rückblick auf das vergangene Jahrzehnt, sondern vor allem um neue Perspektiven und um Wege in die Zukunft. Akteure und Profiteure der Zukunftsinitiative Eifel aus Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur berichteten in einer Gesprächsrunde von ihren persönlichen Erfahrungen und richteten ihren Blick auch in die Zukunft ihrer Region. Mit dabei waren Oliver Paasch (Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens), Helmut Etschenberg (Städteregionsrat der Städteregion Aachen), Dr. Tim Becker (Mitbegründer des Instituts „Denkunternehmung“), Dr. Hans-Joachim Güttler (Verantwortlicher des Kammermusikfest „Spannungen“ in Heimbach), Franz Müller (ehemaliger Werksleiter der Firma Carl August Picard in Monschau) und Dr. Carsten Schnieder (Hausarzt im Landkreis Vulkaneifel).
Höhepunkt der Veranstaltung war die Auszeichnung von drei prominenten Eifelbotschaftern. Die frisch gekürten Botschafter sind in ihrem Wirken oder auf ganz persönliche Weise mit der Eifel verbunden. Landrat Thiel beschrieb in seiner Laudatio den Werdegang von Chris Vietoris, der als Eifeler Rennfahrer seine Hausstrecke auf dem Nürburgring hat und als Zehnjähriger auf der dortigen Kartbahn erstmals Bambini-Meister wurde. Seit 2011 startet er in der DTM-Rennserie für Mercedes, in den vergangenen beiden Jahren schloss er dort als bester Mercedes-Benz-Werkspilot ab.
Während der 26-Jährige für den Rennsport in der ganzen Welt unterwegs ist, hat er sich bewusst seinen Wohnsitz im Eifeldorf Gönnersdorf (Landkreis Vulkaneifel) bewahrt. „Wer so viel unterwegs sein darf wie ich, der braucht Heimat, Familie, Freunde und einen Punkt, an dem er zur Ruhe kommt“, so der junge Rennfahrer, der sich selbst als „Kind der Eifel“ bezeichnet.
Zum Abschluss der Jubiläumsfeier durften schließlich alle Unterstützer der Zukunftsinitiative Eifel ihren Teil zum sogenannten „Zukunftsmanifest“ beitragen. Auf einer Litfaßsäule konnten sich die Gäste der Feier mit ihrer Unterschrift zur Zukunftsinitiative Eifel bekennen.

Quelle: Kreisverwaltung Vulkaneifel

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