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Südliche Weinstraße: Aufruf zum Welt-Lepra-Tag am 29. Januar 2017: DAHW seit 60 Jahren für die Menschen da

Pressemeldung vom 20. Januar 2017, 09:48 Uhr

„Seit 60 Jahren für die Menschen da“ – unter diesem Motto steht der Welt-Lepra-Tag am 29. Januar 2017. Elf Tage zuvor feiert die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehile e.V. (DAHW) ihr 60-jähriges Bestehen. Die DAHW hat sich zum Ziel gesetzt, dass kein Mensch mehr an Krankheiten der Armut leiden muss. Rund acht Millionen Menschen waren in den 1950er Jahren an Lepra erkrankt, heute sind es weniger als 250.000 Neuerkrankungen pro Jahr.

Zum Welt-Lepra-Tag ruft auch die DAHW wieder zu Spenden auf. Die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße unterstützt diese Aktion gerne. Denn auch im Landkreis Südliche Weinstraße setzen sich zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch großzügige Spender für die Leprahilfe ein. Vor allem von der evangelischen Kirchengemeinde Bad Bergzabern erhält die DAHW vielseitige Unterstützung.

Fortschritte in der heutigen Forschung lassen hoffen, dass in Zukunft bereits die Infektion verhindert werden kann. Das wäre ein großer Schritt zu einem wirklichen Erfolg für die Menschen, die dann eben nicht mehr an Lepra erkranken werden. Die DAHW benötigt Unterstützung – egal, ob als ehrenamtliches Engagement oder als Spende.

DAHW-Spendenkonto, Sparkasse Mainfranken Würzburg (BLZ 79050000), Kontonummer: 9696, IBAN DE35 7905 0000 0000 0096 96 (BIC BYLADEM1SWU). Hintergrund Bei der Lepra (Aussatz) handelt es sich um eine chronische Infektion der Haut, der peripheren Nerven und selten auch anderer Organe durch Bakterien. Vornehmlich sind Menschen in Ländern, deren Gesundheitssysteme nicht so funktionieren, wie es für uns in Europa normal ist, betroffen. Daher wird die Krankheit oftmals zu spät diagnostiziert und behandelt. Als Folge treten die für Lepra typischen Behinderungen an Händen und Füßen auf.

Seit über 30 Jahren ist Lepra durch eine sogenannte Multidrug-Therapie, einem Mix aus drei Antibiotika, heilbar. Doch auch so war es nicht möglich, die Krankheit gänzlich zu besiegen. Immer noch erkranken jährlich rund 250.000 Menschen neu an Lepra. So erforscht die DAHW aktuell intensiv die Übertragungswege der Krankheit, um sie vollständig unterbrechen zu können.

Um die Übertragung einzuschränken, arbeiten die DAHW und ihre Partner in der ILEP, der internationalen Vereinigung der Lepra-Hilfswerke, zeitgleich an einer alten Idee: Mit der einmaligen Einnahme von Rifampizin, einem der drei Antibiotika aus der Lepra-Therapie, soll das Risiko einer Infektion deutlich gesenkt werden, in einigen Fällen sogar komplett. Mit dieser Prophylaxe gäbe es dann endlich Instrumente, um Lepra wirklich besiegen zu können.

Quelle: Kreisverwaltung Südliche Weinstraße

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