Energiewechsel

Mayen: Sturm und Drang bei den Burgfestspielen

Pressemeldung vom 20. März 2017, 15:11 Uhr

Ferdinand, Sohn des Präsidenten, und Luise, Tochter des Musikers Miller, lieben sich mit aller Leidenschaft, derer ihre Herzen in der Lage sind. Ihre Liebe ist geprägt von Romantik, Seelenverwandtschaft und Harmonie. Doch eben diese Liebe wollen die Menschen um sie herum zerstören. Menschen, die nach gesellschaftlichem Ansehen streben, die sich um jeden Preis in einer repräsentativen Öffentlichkeit positionieren wollen und dafür alles opfern würden, insbesondere etwas naives, wie die Liebe. Schiller war 25 Jahre alt, als er mit der Arbeit an „Kabale und Liebe“ begann. Er selbst hatte unschöne Erfahrungen mit Unterdrückung und Willkür an der herzoglichen Militärakademie gemacht und gerade selbst damit begonnen die Idee der romantische Liebe generell auf einen Prüfstand zu stellen. Die Liebe in der Philosophie des 18. Jahrhunderts galt als die Urkraft im Reich der Seelen, die der Gravitation im Reich der Materie entspricht. Die Anziehungskräfte der Einzelelemente machen in der Summe den Zusammenhalt des Ganzen aus. Das birgt einigen Sprengstoff: Wenn sich das Band zum geliebten Gegenüber zu lösen drohte, wurde auch die Bindung an den Rest der Welt locker. Wenn die romantische Liebe alles ist, konnte ihr Ende auch schnell ins absolute Nichts führen. In „Kabale und Liebe“ ist es der Gegenspieler Ferdinands, Wurm, der die Alchemie der Liebe am schärfsten durchschaut. Er weiß, dass Ferdinand und Luise nicht durch Gewalt auseinanderzubringen sind, sondern nur, indem man ihre Liebe von innen aushöhlt. In Ferdinand soll Misstrauen gegen Luise gesät und so die Liebe von innen heraus zerstört werden. Der Plan geht auf – die Liebe wird im Kern getroffen und vernichtet, doch die Einschlagstelle ist wesentlich größer als berechnet. Wo zärtliche Verehrung wohnte, ist nun rasende Eifersucht entfacht und löst eine Kettenreaktion aus. Inszeniert wird dieses große Werk der deutschen Klassik bei den Mayener Burgfestspielen von dem erfahrenen und renommierten Regisseur Rüdiger Pape. „Kabale und Liebe“ feiert am 10. Juni 2017 Premiere und wird danach bis 22. August auf der Bühne im Innenhof der Genovevaburg zu sehen sein.

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Quelle: Stadtverwaltung Mayen

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