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Mayen: Menschen mit Handicap machen Praktika bei der Stadt Mayen

Pressemeldung vom 18. Juni 2015, 14:19 Uhr

MAYEN. Inklusion – was ist das eigentlich? Inklusion bedeutet, dass alle Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, immer dazugehören und mitmachen können – ganz selbstverständlich.
Um diesem Anspruch im Kontext Arbeit und Beruf gerecht zu werden, führen die Caritas Werkstätten der St. Raphael Alten- und Behindertenhilfe GmbH u. a. Berufliche Aktionstage durch.
Dieses Konzept hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Handicap in Praktika zu vermitteln, um so einen Einblick in die Berufstätigkeit außerhalb der Caritas Werkstätten zu ermöglichen. Die Teilnehmer sollen dabei in der gelebten Praxis lernen, ihre Fähigkeiten auch auf einem Arbeitsplatz des allgemeinen Arbeitsmarktes einzusetzen.

„Das Ziel der Praktika ist die Hinführung zu einem möglichst selbstständigen Arbeiten sowie die Integration von Werkstattbeschäftigten in Arbeitsplätze bei Beschäftigungsgebern außerhalb der Werkstätten“, so Frank Jischke, Leiter der Abteilung Berufliche Bildung und Integration der Caritas Werkstätten St. Johannes in Mayen.

Dafür werden natürlich Kooperationspartner benötigt. Mit der Stadt Mayen haben die Caritas Werkstätten einen dieser Kooperationspartner gefunden.
Zurzeit sind drei junge Menschen mit Beeinträchtigung in verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung Mayen eingesetzt. So ist Frau Katrin Kreusch mit der Datenerfassung des Grünflächen- und Baukatasters betraut, Herr Rene Deisen unterstützt den Bereich Genovevaburg, Burgfestspiele und Museum und Frau Marie Bujakiewicz hat an der Telefonzentrale der Stadt Mayen einen Praktikumsplatz gefunden.

Für alle drei war zunächst ein 3-4 wöchiges Praktikum geplant. Doch schon jetzt konnte dies für einen der drei Teilnehmer auf Grund der positiven Erfahrung auf beiden Seiten verlängert werden.

Oberbürgermeister Wolfgang Treis ist von seinen neuen Mitarbeitern begeistert. „Bei den Jugendlichen dauert es vielleicht ein bisschen länger, bis sie die neuen Arbeitsstrukturen verinnerlicht haben“, sagt der Stadtchef, „dafür gehen sie mit viel Engagement an die Sache ran und sind bereit sich voll und ganz einzubringen – für beide Seiten ist dies eine große Bereicherung.“

Sollte sich diese positive Entwicklung auch weiterhin bestätigen, so ist es für die Stadt Mayen durchaus vorstellbar, die Teilnehmer der Aktionstage auch auf Dauer im Wege eines ausgelagerten Werkstattarbeitsplatzes bei der Stadtverwaltung zu beschäftigen.
Die Caritas Werkstätten freuen sich über weitere interessierte Kooperationspartner. Die Unternehmen können dabei soziale Verantwortung zeigen und Vielfalt gewinnen. Als Ansprechpartner hierzu steht Herr Frank Jischke interessierten Firmen und Institutionen gerne zur Verfügung.

Quelle: Stadtverwaltung Mayen

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