Energiewechsel

Mayen: Die letzten Tage vor dem Großereignis

Pressemeldung vom 22. September 2015, 11:41 Uhr

Nur noch wenige Tage sind es bis zur offiziellen Eröffnung des Lukasmarktes: Nun beginnt die heiße Phase im Marktgeschehen. Die Standplätze aus den Plänen müssen in der Örtlichkeit auf der Fahrbahn markiert werden. Blumenkübel und Bänke sowie Poller werden durch den Bauhof entfernt.

Gespräche mit den Versorgungsträgern RWE und dem Elektriker, der alle Schausteller mit Starkstrom anschließt, dem Wasserwerk sowie der Deutschen Bundespost sind zu führen, um die knapp 200 Schaustellerfamilien optimal zu versorgen.

Die Wohnwagenplätze sind zu inspizieren, da diese teilweise durch Baumaßnahmen belegt waren und hier die Räumung der Plätze zu veranlassen ist. Gleichzeitig rufen täglich ca. 40 Schausteller oder Händler an, die noch einen Restplatz auf dem Lukasmarkt ergattern wollen. Diese müssen überwiegend aufs nächste Jahr vertröstet werden, da so kurz vor dem Marktbeginn selten noch freie Plätze zu vergeben sind.
Telefon und Handys klingeln ununterbrochen, da nicht nur die Nachzügler eine Auskunft verlangen, sondern auch die anreisenden Schausteller sich nach ihren Wohnwagenplätzen oder sonstigen Standorten erkundigen.

Obwohl in den Zulassungsbedingungen alles ausführlich erläutert wurde, vergewissern sich die meisten Schausteller vorab nochmals, ob sich nicht doch noch aus ihrer Sicht ein besserer Wohnwagenplatz ergibt, der möglicher Weise einige Meter näher an ihrem Geschäft platziert ist. Garagenbesitzer auf dem Marktgelände bitten um Ersatzgaragen bzw. Ausweichparkplätze, wenn ihre Garagen mit Lukasmarktgeschäften zugestellt sind. Die Information der Marktanlieger mit den Zuliefererzeiten, Verlegung der Müllabfuhr u.ä erfolgt ebenfalls über Handzettel durch die Mitarbeiter der Marktverwaltung.

Gleichfalls muss überprüft werden, ob alle Standgelder eingezahlt wurden. Ggfls. sind bei Zahlungsrückständen die Gelder vor Ort direkt zu kassieren.
Einige Tage vor der Veranstaltung werden die Wohnwagen an der Herz-Jesu-Kirche platziert, d.h. die Einfahrt muss so weiträumig gesperrt sein, dass diese 14 m-Hänger ohne größeres Rangieren auf den Wohnwagenplatz auffahren können. Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass der Kirchplatz von parkenden Fahrzeugen freigehalten wird. Trotz absolutem Halteverbot kommt es immer wieder vor, dass uneinsichtige Autofahrer hier ihre Fahrzeuge abstellen und dann das Auffahren der Wohnwägen behindern. Wenn ein solches Gefährt mit über 14 m Länge plus Zugmaschine auch nur wenige Minuten auf dem Boemundring quer steht, weil parkenden Fahrzeuge die Zufahrt verhindern, kommt es zum Verkehrsstau, der sich in der gesamten Innenstadt bemerkbar macht.

Da die Fahrgeschäfte nun den Marktplatz belagern, muss auch der Wochenmarkt umplatziert werden. In der Aufbauphase erfolgt dies im unteren Marktbereich, während des Lukasmarktes wird der Wochenmarkt ans Forum verlegt. Im Zusammenhang mit der Verlegung des Wochenmarkts an das Forum sind die Hahnen- und Rosengasse zu sperren und der Stadtverkehr umzuleiten. Hier sind Gespräche mit der Ordnungsbehörde, dem Bauhof und dem Busunternehmen zu führen.
Sobald die ersten Wohnwagen auf dem Kirchplatz eintreffen, spricht sich dies in Schaustellerkreisen rund, so dass innerhalb eines Tages der gesamte Kirchplatz auch mit anderen Wohnwagen belegt ist, da diese Schausteller sich rechtzeitig ihren Platz sichern wollen. Am Kirchplatz werden überwiegend Schaustellerfamilien mit kleinen Kindern untergebracht, damit sie in der Nähe ihrer Geschäfte „ihre Wohnung“ haben.
Das Telefon klingelt weiterhin ununterbrochen. Weitere Schausteller fragen an, ob sie noch einen Standplatz erhalten können, wann sie mit ihren Wohnwagen und Geschäften auffahren dürfen…….. .
Am Dienstag vor dem Lukasmarkt erfolgt die Sperrung des Boemundringes, wobei hier im Laufe des Tages die letzten Einzelheiten mit der Polizei und dem Bauhof abzustimmen sind. Die Schausteller sind mit ihren Fahrzeugen und Zugmaschinen auf dem Viehmarktplatz zwischengeparkt und erwarten dort den Startschuss zum Auffahren. Hier sind ab 18 Uhr bereits alle Schausteller versammelt, um als erste auf den Platz starten zu können.

Ein Mitarbeiter vom Marktamt hält die Schausteller bei geschlossener Schranke auf dem Viehmarktplatz fest, damit bei Sperrung des Boemundringes um 18 Uhr zuerst der Verkehr noch abfließen kann, um dann bei geräumter Straße zunächst die noch vorhandene Beschilderung durch den Bauhof abgebaut wird und erst dann die Fahrgeschäfte auffahren.

Ein geordnetes Auffahren aus dem Viehmarktplatz heraus wird je nach Platznummer per Telefon gemeldet.

Fahrgeschäfte, die in diesem Zeitpunkt bereits Strom benötigen für den Mittelbau o.ä. zu setzen, können sich bereit an die aufgestellten Stromverteiler anschließen oder werden vom Elektriker direkt in der Trafostation angeklemmt. Trotz Einzeichnungen der exakten Standflächen ist im Laufe des Mittwochs die Aufbau-Besichtigung aller Geschäfte notwendig, damit nicht über die eingezeichnete Markierung gebaut wird. Hier ist auch auf die gleichmäßige Frontbebauung zu achten, d.h. möglicherweise können hinter die Geschäfte noch einzelne Wohnwagen gesetzt werden.

Am Donnerstag und Freitag beginnt dann der normale Aufbau für die Schausteller einschl. der Bauabnahme durch das städtische Bauamt. Hier sind entsprechende Listen für die Bauabnahme vorzubereiten und evtl. begleitend die Fahrgeschäfte aufzusuchen. Am Freitag vor dem Lukasmarkt ist um 8 Uhr der Rundgang mit der Freiwilligen Feuerwehr, Polizeiinspektion und Bauaufsicht. Hier wird auch mit einem Feuerwehrfahrzeug die Durchfahrtsbreite im Echtbetrieb getestet. Um 19 Uhr beginnt der traditionelle Schaustellerempfang mit Ehrungen von langjährigen Beschickern. Hier ist neben Urkunden und Blumengeschenken dafür zu sorgen, dass ein Imbiss im Festzelt vorbereitet wird und letztlich auch das Rednerpult auf der Bühne steht.

Wenn am Samstagvormittag um 11.00 Uhr das Volksfest öffnet, kehrt bei weitem noch keine Ruhe ein. Die Kontrolle der Öffnungs- und Schlussseiten, die Unterbringung von weiteren „Fliegenden Händlern“ und der sonstigen Marktaufsicht einschließlich der Kontaktaufnahme mit den Parkplatzeinweisern am Wochenende sind weitere Aufgaben des Marktamtes.

Für den Krammarkt am Dienstag und Mittwoch in der Fußgängerzone wird montags die Markierung in der Örtlichkeit vorgenommen. Dienstags und mittwochs jeweils ab 6 Uhr erfolgt die Einweisung der Händler in ihre Standflächen und mit einem weiteren Außendienstmitarbeiter die Kontaktaufnahme zu den Veranstaltungen auf dem Viehmarktplatz mit Pferdeschauprogramm am Dienstag und Schafmarkt am Mittwoch. Donnerstags findet das Marktmeistertreffen von befreundeten Kollegen statt, wobei hier ein Erfahrungsaustausch mit anderen Volksfestplätzen betrieben wird. Freitags erfolgt der Rundgang mit den Mitgliedern des Marktausschusses, die alle Geschäfte begutachtet.

Am letzten Samstag ist mit den Feuerwerkern Kontakt aufzunehmen, ob sonntags ein ordnungsgemäßer Abschuss von der Genovevaburg erfolgen kann, die Feuerwehr ist entsprechend zu verpflichten und endlich haben die Mitarbeiter des Marktamtes auch mal die Gelegenheit, mit der Familie den Festplatz in einer ruhigen Stunde zu besuchen.

Wenn am Sonntag um 20 Uhr das Feuerwerk von der Genovevaburg abgeschossen wird und der Lukasmarkt um 22 Uhr schließt, erfolgt eine Kontrolle des Nachtabbauverbotes ab 24 Uhr. Am Montagvormittag sind dann die kleineren Geschäfte bereits alle abgereist, die Großgeschäfte werden noch bis Montagabend abgebaut, und am Dienstag kann die Verkehrsumleitung wieder zurückgebaut werden. Die Reinigung des Gesamtplatzes durch den Bauhof wird ebenfalls vom Marktamt überwacht.
Bevor die Mitarbeiter in die wohlverdienten Urlaubstage starten können, muss noch die Gesamtabrechnung der Einnahmen und Ausgaben erfolgen. Die während dem Lukasmarkt eingehenden Bewerbungen für das kommende Jahr müssen EDV-mäßig aufgearbeitet werden. Denn nach dem Lukasmarkt ist vor dem Lukasmarkt!

Quelle: Stadtverwaltung Mayen

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