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Mainz-Bingen: Sicherheitsbeirat berät über Jugendkriminalität

Pressemeldung vom 23. Februar 2011, 10:08 Uhr

Jugendkriminalität war Schwerpunkt der jüngsten Sitzung des Sicherheitsbeirates der Kreisverwaltung Mainz-Bingen. An dem Mitte der 90er Jahre eingerichteten runden Tisch diskutieren unter Vorsitz von Landrat Claus Schick Vertreter von Polizei, Gerichten, Staatsanwaltschaft und den Fachabteilungen über aktuelle Themen. Teilgenommen am Sicherheitsbeirat haben unter anderem der Mainzer Polizeipräsident Karl-Heinz Weber, Klaus Mohr (Leiter der Kriminaldirektion Mainz), der Leiter der Polizeidirektion Bad Kreuznach, Achim Hannes, Helmut Liesenfeld von der Leitstelle Kriminalprävention im Ministerium des Inneren und für Sport, die Direktorin des Amtsgerichtes Bingen, Gabi Follmann und der Leiter der Realschule plus Budenheim, Helmut Wagner. Die Anstrengungen des Landes in Sachen Integration schilderte die Beauftragte der Landesregierung für Migration und Integration, Maria Weber

Polizeipräsident Karl-Heinz Weber berichtete über die positiven Erfahrungen, die in Mainz mit der intensiven „Betreuung“ von Mehrfachintensivtätern gemacht werden, die durch eine eigens gebildete Projektgruppe nahezu täglich angesprochen würden, um zu signalisieren, dass man sie im Auge habe. Auch die Einrichtung eines runden Tisches, an dem Stadt, Jugendhilfe, Polizei und Justiz teilnehmen, um Fälle interdisziplinär zu bearbeiten, habe dazu geführt, dass die Zeit zwischen Tat und Strafe erheblich verkürzt werden könne. Das sei nötig, da sonst gerade bei Jugendlichen die Sanktion in keinem Zusammenhang mehr zur Tat stehe und nicht als Konsequenz der Verfehlung begriffen werden könne

Ähnlich im Landkreis Mainz-Bingen: Dort führen die Jugendsachbearbeiter der im Kreis ansässigen Polizeiinspektionen, Mitarbeiter der Jugendgerichtshilfe und des Allgemeinen Sozialen Dienstes des Kreises Fallkonferenzen durch, in denen gemeinsam problematische Fälle erörtert und interdisziplinär nach geeigneten Maßnahmen gesucht wird

Landrat Claus Schick zog ein Fazit: „Das klingt alles sehr ermutigend und ich bin überzeugt, dass diese engen Kooperationen zwischen den beteiligten Institutionen überaus sinnvoll, zielführend und auch eine Form von Prävention sind. Der Staat muss Flagge zeigen gegenüber den Jugendlichen, bei denen ein Abgleiten in eine kriminelle Karriere droht.““

Quelle: Kreisverwaltung Mainz-Bingen

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