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Mainz-Bingen: Großer Bahnhof für Hildegard und Ludwig Ackermann

Pressemeldung vom 29. Mai 2012, 14:11 Uhr

Es war eine große Gästeschar, die Hildegard und Ludwig Ackermann aus Undenheim zur Eisernen Hochzeit gratuliert haben. Nicht nur Landrat Claus Schick, der auch die Glückwünsche des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck überbrachte und Verbandsbürgermeister Klaus Penzer freuten sich mit den Jubilaren. Die haben neun Kinder, 16 Enkel und 17 Urenkel und so gab es dann einen entsprechend großen Bahnhof für Hildegard und Ludwig Ackermann (beide 83 Jahre alt).

Jahrzehntelang führten sie gemeinsam das Gasthaus „Zur Sonne“ und später das Keglerheim, das sie selbst gebaut hatten. Bis 2009 standen sie dort hinterm dem Tresen, gingen dann in den Ruhestand. Zuvor hatte Ludwig Ackermann nach dem Krieg eine Lehre in der Landwirtschaft absolviert, arbeitete dann aber als Maurer bei den Firmen Müller und Gaub. 40 Jahre lang war er Kassierer im Undenheimer Gewerbeverein, 22 Jahre lang Vorsitzender des Angelsportvereins. Im Krieg muss er als 16-jähriger zum Arbeitsdienst an den Westwall, wurde später als Flaghelfer in Rottweil eingesetzt. Im Mai 1945 geriet er in amerikanische Gefangenschaft, wurde in Gauting bei München interniert. Von dort aus floh er zu Fuß zurück in seine Heimat, „so weit die Füße trugen“ wie er sich erinnert. Kennen gelernt haben sich Hildegard, eine gebürtige Undenheimerin und ihr aus Mommenheim stammender Gatte Ludwig bei einem Tanzkurs.

Quelle: Kreisverwaltung Mainz-Bingen

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