Energiewechsel

Mainz-Bingen: 59.000,00 Euro für soziale Zwecke

Pressemeldung vom 6. Februar 2014, 08:31 Uhr

Die Förderstiftung der Sparkasse Mainz unterstützt drei Projekte

Am 05. Februar übergaben Landrat Claus Schick, der Vorsitzende des Kuratoriums der Förderstiftung der Sparkasse Mainz, sowie der Vorstand des Instituts, Hans-Günter Mann, Ingrid Kölzer-Spitzkopf und Thorsten Mühl, symbolisch zwei Spendenschecks über insgesamt 59.000,00 Euro an die Leiterin der Kreisvolkshochschule Mainz-Bingen, Monika Nickels M.A., sowie an die Vorsitzende von Leben in Familien e.V. „LiF“ Karin Schiefer und ihre Vorstandskollegin Silvana Bornheimer.

Mit den aus dem Vermögen der Stiftung erwirtschafteten 59.000,00 Euro werden in 2014 drei Projekte unterstützt, zwei davon an der Kreisvolkshochschule Mainz-Bingen.

1. Förderung der Ausbildungsfähigkeit von Jugendlichen mit Migrationshintergrund (KVHS)

Unter der Überschrift „VHS + Schule = gemeinsam mehr erreichen“ unterstützt die Kreisvolkshochschule Jugendliche, die ohne ausreichende Deutschkenntnisse im Zuge des Familiennachzugs nach Deutschland gekommen sind und keinen Anspruch auf einen vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderten Sprachkurs haben. Auf der Basis eines abgestimmten Curriculums werden den Jugendlichen die erforderlichen Sprachkenntnisse vermittelt, damit sie den Anschluss an die Anforderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt halten können und ihre Ansprüche hinsichtlich des angestrebten Bildungsabschnittes nicht weiter zurückschrauben müssen.

Ziel ist es, die Jugendlichen sprachlich so zu fördern, dass sie ihre im Heimatland begonnene Schul- bzw. Ausbildungslaufbahn fortsetzen können. Die Dauer des Projekts ist auf ein Schuljahr angelegt, in dem die Jugendlichen unterrichtsbegleitend bis zu 15 Wochenstunden Förderunterricht erhalten.

2. Koordination und Netzwerkaufbau zur Realisierung der Lernförderung (KVHS)

Die Kreisvolkshochschule organisiert Lernförderungen für Jugendliche und junge Erwachsene bildungsferner Familien in allen Schularten in den Verbandsgemeinden Bodenheim, Nieder-Olm, Nierstein-Oppenheim, Guntersblum sowie in der verbandsfreien Gemeinde Budenheim. Dabei zeigt sich, dass die Jugendlichen der betroffenen Zielgruppe wenig Kooperationsbereitschaft an den Tag legen. Um die benachteiligten Jugendlichen und deren Eltern und Erziehungsberechtigte zu erreichen und das Förderinstrument kreisweit bekannt zu machen, strebt die KVHS die Bildung von Netzwerken mit den Schulsozialarbeitern, Integrationslotsen und Leselernhilfen an. Mit koordinierten dezentralen Lösungen auf Verbandsgemeindeebene soll dafür gesorgt werden, dass die Lernförderung greift.

3. Betreuung von ehemaligen Langzeitarbeitslosen beim Einstieg in den Beruf (Leben in Familien e. V. „LiF“)

Im Rahmen der Maßnahme „Kompetente Individuelle Aufsuchende Beratung (KIAB)“ unterstützt LiF durch individuelle Beratung Langzeitarbeitslose auf ihrem Weg zurück in Ausbildung oder Tätigkeit. Statistiken zeigen, dass viele die ersten 6 Monate bzw. die Probezeit nicht bestehen und vorzeitig aus dem Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis wieder aussteigen, kündigen oder ihnen aufgrund von vielfältigen Umstellungsproblemen gekündigt wird.

In Form eines Projekts soll dieser Personengruppe kompetente und professionelle Unterstützung angeboten werden, um Krisen- und Konfliktsituationen nach der Aufnahme einer Tätigkeit oder einer Ausbildung konstruktiv bewältigen zu können. Sowohl Persönlichkeitsstärkung, Durchhaltevermögen, Stand- und Aushaltenkönnen, Verbesserung des Kommunikationsverhaltens, Wertschätzung und Anerkennung können im Konflikt- und Krisenfall zur Aufrechterhaltung des Beschäftigungsverhältnisses beitragen. Die Kontaktaufnahme kann präventiv erfolgen, da bereits im Zuge der Arbeitsaufnahme mit Schwierigkeiten am Arbeitsplatz zu rechnen ist. Aber auch im Konfliktfall selbst ist die Kontaktaufnahme möglich. Sowohl betroffene Arbeitnehmer als auch Jobcenter und Arbeitgeber können sich bei Bedarf an LiF wenden. Der Verein stellt dann eine geeignete Fachkraft zur Verfügung, die mit dem Ziel der Konfliktlösung vermittelnd tätig wird.

LiF geht davon aus, dass mit den bereitgestellten Geldern ca. 30 Kriseninterventionsfälle begleitet werden könnten.

Quelle: Kreisverwaltung Mainz-Bingen

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