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Lahnstein: Sanierte Grenzsäule findet prominenten Platz

Pressemeldung vom 9. September 2016, 11:09 Uhr

Alle und alles strahlte. Die Arbeiten rund um die denkmalgeschützte Grenzsäule aus weißem Lahnmarmor sind beendet. Nach der aufwendigen Sanierung in einer Kölner Werkstatt und Herrichtung des neuen Standortes, freute sich Oberbürgermeister Peter Labonte zusammen mit zahlreichen Gästen bei herrlichem Sommerwetter an dem gelungenen Objekt, das nun auf der Freifläche vor dem Nassau-Sporkenburger Hof in der Johannesstraße seinen Platz gefunden hat. Dank der neu eingelassenen Bodenstrahler wird das Bauwerk auch im Dunkeln zur Geltung kommen.

Die Grenzsäule wurde 1827 als eine von insgesamt zehn repräsentativen Grenzmarkierungen an der Gemarkung zwischen dem Herzogtum Nassau und dem Königreich Preußen aufgestellt. Mit der Übernahme des Herzogtums Nassau durch das Königreich Preußen im Oktober 1866 wurden die Nassauischen Grenzsäulen überflüssig. Auf Anordnung der Königlichen Regierung sollten alle Säulen bis auf die Hochheimer entfernt werden, dort wurde das nassauische durch das preußische Wappen ersetzt. Die anderen Säulen wurden auf den jeweiligen Amtshöfen gelagert und später versteigert. Eine Ausnahme bildete die Säule zwischen Niederlahnstein und Horchheim. Nachdem sie von Unbekannten umgeworfen worden war und drei Jahre lang auf dem Acker gelegen hatte, veranlasste die damalige Regierung, die Säule „an einer den Verkehr nicht störenden Stelle wieder aufzurichten und in Würde zu erhalten“. So war die Säule innerhalb von drei Jahren vom Hoheitszeichen zum Denkmal geworden. Aufgrund von Straßenbaumaßnahmen wurde die Säule 1980 versetzt und fristete danach eher ein „Schattendasein“ an der viel befahrenen Straße. „Natürlich kann man über den neuen Standort, der sich vom historischen unterscheidet, geteilter Meinung sein, doch ich schließe mich der Mehrheit der städtischen Mandatsträger an, die für den neuen Platz gestimmt haben“, erklärt Oberbürgermeister Peter Labonte. „Vor dem Nassau-Sporkenburger Hof kommt die Säule wesentlich besser zur Geltung und wird von Vielen überhaupt erst wahrgenommen.“

Neben der Stadt Lahnstein haben sich der Großherzog von Luxemburg, zugleich Herzog von Nassau, und das Land Rheinland-Pfalz an den fünfstelligen Kosten für die Sanierung beteiligt. Dr. Othmar Gehling stiftete eine Hinweistafel.

Quelle: Stadtverwaltung Lahnstein

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