Energiewechsel

Lahnstein: Lahneck Live 2017

Pressemeldung vom 9. Juni 2017, 11:25 Uhr

Am letzten Wochenende im Mai war für jeden etwas dabei: In seiner 28. Auflage bot das generationen- und spartenübergreifende Kulturfest Lahneck Live bei strahlendem Sonnenschein, eine fantastische Atmosphäre in den kreativ dekorierten Rheinanlagen Oberlahnsteins, dazu leckeres Essen an verschiedensten Ständen – und selbstverständlich ein umfangreiches Musik- und Kulturprogramm mit über 30 Bands und Künstlern. Und so tummelten sich besonders abends Tausende Menschen auf dem Gelände.

Der Freitag war traditionell mit Programm für die jüngere Generation besetzt. Der Kooperationspartner LAG Rock & Pop RLP nutzte die Rhein-Bühne auch in diesem Jahr wieder für den Vorentscheid des Rockbuster-Wettbewerbs. Fünf junge Bands aus der Region traten an, um ihr Ticket fürs Finale zu ziehen und boten dabei dem begeisterten Publikum und der Jury: Pop, Funk, Rock und Punk Pop. Das Rennen machte dann die Koblenzer Band „Ultraschall“, die die Jury und das Publikum mit ihrer Performance restlos überzeugen konnte. „Giant Rooks“ und „Emma 6“, die beiden Top Acts bildeten den idealen Abschluss des Abends und überzeugten dabei musikalisch nicht nur die vielen jungen, sondern auch die zahlreich vertretenen älteren Besucher. In den Umbaupausen verzauberten auf der Parkbühne „Walking on Rivers“ aus Dortmund das Publikum mit Folk-Klängen und Gesang, der durchaus an Crosby, Stills & Nash erinnerte. Wie alle übrigen Bands, die nicht aus der Umgebung stammten, zeigten sich die Musiker aus dem Ruhrpott von der Stimmung und Lage des Festival-Geländes begeistert. Die Veranstalter freuten sich jedenfalls über einen neuen Zuschauerrekord für die Eröffnungsveranstaltung am Freitag.

Das Programm am frühen Samstagnachmittag prägten zum einen auf der Parkbühne heimische Vertreter wie „Samba Batucada meets big Beats“, die jungen Musiker der „Zores-Pänz“, die „Pop To Go Projekte“, die „Six Libs“, die Schulband der Realschule Plus und „Milc“. Hierbei zeigt sich, dass es ein überaus kreatives und hörenswertes musikalisches Potential in und um Lahnstein gibt. Die Lahnsteiner Musikszene freut sich jedenfalls, diesen jungen Musikern auf diese Weise ein adäquates Forum geben zu können. Auch auf der Rheinbühne präsentierten sich schon ab dem Nachmittag Bands aus der Region. „Floor 6“ meisterte den unangenehmen Part des Openers jedenfalls hervorragend und brachten mit ihrer unbeschwerten eigenen Rockmusik sofort Stimmung „in die Bude“. Mit den „Claytons“ betraten dann sozusagen alte Bekannte die Bühne. Die Band konnte dabei restlos überzeugen und brachte ganz im Sinne der Wetterlage sofort heiße Stimmung auf den Plan. Abends war dann rund um die Park-Bühne Comedy Pur angesagt. Johannes Flöck, vielen noch in Erinnerung vom Comedy Special in der Stadthalle, machte den Anfang und warf dabei einen ganz besonderen Blick auf das Älterwerden und die damit einhergehenden – nicht immer positiven – Veränderungen. Ihm folgte mit Norbert Bürger der härteste Rockgitarrist aller Zeiten. Der eine oder andere Besucher, der mal gerade an der Bühne vorbei flanierte, wunderte sich allerdings über die manchmal etwas schrägen Töne der Gitarre. Der unglaubliche Heinz eroberte dann mit seiner überdimensionalen Bühnenpräsenz sofort das Publikum und brachte die Comedy Bühne mit seinem Programm schließlich zum verdienten Höhepunkt. Fast schon wie zwei verschiedene Bands muteten die drei Jungs von „Mind Trap“ auf der Rhein-Bühne an: Zunächst mit ausdrucksstarkem, englischen Indie-Rock, wechselte sie zu eindringlichen deutschen Texten. Beides fand den absoluten Zuspruch der Zuhörer. Nicht umsonst hat die junge Band im vergangenen Jahr sowohl den Rockbuster, als auch den Bundeswettbewerb gewonnen. Das Abendprogramm auf der Rheinbühne stellte sich dann als ideale Besetzung für die allseits herrschende wunderbare Atmosphäre heraus und war auch von der Dramaturgie im Ablauf ideal gesetzt. Die wunderbare Hanne Kah jedenfalls passte mit ihrer herausragen Stimme und der ausdruckstarken Performance ideal dazu Apropos Stimme: die nun folgende Jessy Martens machte dann so richtig Alarm auf der Bühne und setzte damit ein klares Zeichen, dass der Blues mächtig einheizen kann, und zwar mit Power ohne Ende und mit Stimme ging es dann zum Abschluss so richtig in die Vollen. Nicholas Müller beeindruckte mit seiner hochkarätig besetzten Band Von Brücken und zeigte das ein Festival nicht immer nur mit Partystimmung enden muss, sondern auch durchaus mit sehr eigener und immer äußerst ausdruckstarker Musik idealerweise enden kann.

Sonntags lag der Fokus auf dem Familienprogramm. Nach dem gut besuchten ökumenischen Open Air Gottesdienst auf der Rheinbühne brachten die „Seagrave Singers“ aus Kettering, die den Gottesdienst schon begleitet hatten, ein äußerst professionelles Konzert und überzeugten damit nicht nur die zahlreich mitgereisten Gäste aus Lahnsteins Partnerstadt. Das Orchester der Realschule Plus und das Jugendblasorchester des Johannes-Gymnasiums zeigten auf eindrucksvolle Art, dass es um die musikalische Entwicklung an Lahnsteins Schulen wahrlich nicht schlecht bestellt ist. Das Gelände rund um die Parkbühne war am Familientag wieder einmal einzigartig in Darbietung und Gestaltung. Beim Bühnenprogramm hatten Jutta und Carmen vom Zoresteam die Moderation übernommen. Dies wurde natürlich, wie nicht anders zu erwarten, zu einer eigenen Nummer, die dann sogar noch mit einem „Walk Act Einsatz“ auf dem Gelände getoppt wurde. Die Rope Skipper der TGO und die wunderschöne Musical Darbietung der Musical Akademy eröffneten dann das Bühnenprogramm. Die dadurch entstandene Begeisterung bei den zahlreichen jungen Besuchern wurde nahtlos weitergeführt beim Auftritt von Fug und Janina, vielen bekannt aus der „Sendung mit der Maus“. Das Mitmachtheater „Der letzte Drache“ konnte trotz der starken Hitze, viele Kinder zum Mitmachen gewinnen. Michael Steinhauer jedenfalls hatte mit seiner sehr liebenswerten Art schnell die Kinder in seinen Bann gezogen. Auf dem Gelände konnten sich viele Lahnsteiner Vereine und Aktive wieder besonders einbringen: So gab es Löschübungen mit der Jugendfeuerwehr, Ritterspiele mit der Rittergilde und Bogenschießen vom Forstamt, ein Technik-Workcamp der Uni Koblenz, einen Fashionspray-Workshop des Jukz, Kinderschminken, Comic Zeichen und vieles mehr. Besondere Aufmerksamkeit und wohl auch ein bisschen Verwirrung brachte wieder der sprechende Baum, der ahnungslos vorbeiziehende Besucher ansprach und in durchaus witzige Dialoge verwickelte.

Die Führungsriege um Walter Nouvortne und Sonja Graf zeigte sich überaus zufrieden: „Die Zusammenarbeit mit Lahnsteiner Vereinen und Schulen, der LAG Rock&Pop RLP und vielen anderen Institutionen, das generationen- und spartenübergreifende Programm und natürlich die einzigartige Geländegestaltung machen die Veranstaltung zu einem „Gesamtkunstwerk“. Herzlich bedanken möchte sich die Lahnsteiner Musikszene bei der Stadt Lahnstein als Veranstalter, dem Kultursommer Rheinland-Pfalz und den Sponsoren, die das Kulturfest bei freiem Eintritt für alle möglich machen und natürlich auch beim Deutschen Roten Kreuz, der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk.

Quelle: Stadtverwaltung Lahnstein

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