Energiewechsel

Lahnstein: Comedy der Extraklasse geboten

Pressemeldung vom 15. Mai 2017, 15:07 Uhr

Zwei Abende, elf Künstler, 1800 Gäste und unzählige Lacher – das ist die erfolgreiche Bilanz des Comedy-Projekts „Zusammen Lachen“. Die grundlegende Idee kam von höchster Stelle: Oberbürgermeister Peter Labonte und die Koblenzer Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz hatten überlegt, gemeinsame Projekte der Städte zu initiieren und dabei auch an etwas Humoristisches gedacht. Die Ausführung übernahm mit Begeisterung Stadthallenmanager und Kulturkenner Walter Nouvortne zusammen mit dem in Lahnstein lebenden Comedian Roberto Capitoni.

Den Anfang machte jeweils der „Hejel“ Rainer Zufall, der richtig „good droff“ war. Im schönsten Kowelenzer Platt berichtete er von seinen Erlebnissen mit „Schabos“ aus der Heimatstadt und gab auch besondere Einblicke in das Leben der Koblenzer Stadtteile Lützel und Neuendorf. Ihm folgten zwei weitere Originale: Manfred Gniffke aus Koblenz und Karl Krämer aus Lahnstein. Die beiden debattierten bei zwei Flaschen Bier (selbstverständlich aus der Brauerei der jeweiligen Heimatstadt) über ihre beiden Städte. Einig waren sie sich darin, dass sich die sprachlichen Eigenheiten unterscheiden. Uneinig, als Manfred Gniffke mit seiner Koblenz-Fahne wedelte und Karl die baldige Zugehörigkeit seiner Stadt zu Koblenz prophezeite. Doch am Ende des Auftritts waren sie im Gesang vereint und gaben Teile des Lahnstein- und des Schängelliedes wieder, worin auch das Publikum klatschend einfiel.

Diese einzigartige Veranstaltung rief sogar die Weltpolitik auf den Plan. Vor der Pause fand Angela Merkel mit hoch gereckten Daumen und „Wir-schaffen-das-Parole“ den Weg in die Stadthalle Lahnstein und spannte einen interessanten, wenn auch leicht verwirrten Bogen zur aktuellen Weltpolitik. Kleines Beispiel: Der neue französische Präsident? „Manuel Makkaroni oder so ähnlich.“ Die Lacher waren ihr sicher.

Bei solch geballter Comedypower durften selbstverständlich auch die beiden Kowelenzer Rentner aus Leidenschaft, Willi und Ernst, nicht fehlen. Besonders die Medikamente von Ernst waren an den Abenden gut eingestellt und er im Publikum auf der Suche nach einer möglichen Frau. Obwohl Willi vermutete, dass die Damen sich höchstens als Betreiberin eines Pflegediensts für ihn interessierten, gab Ernst nicht auf. Am ersten Abend war ihm besonders Rhein-Lahn-Nixe Katharina I. aufgefallen, die er schon bereit für ihn im Brautkleid wähnte. Spätestens bei diesem Auftritt der beiden Kultrentner blieb kein Auge mehr trocken. So konnte Willi auch seinen aktuellen, ein bisschen schmutzigen Lieblingswitz vortragen, ohne dass die beiden die angepeilte Flucht mit dem „in Fahrtrichtung stehenden Auto“ antreten mussten.

Nach so viel Lachen entließ Moderator Markus Schild das Publikum in die Pause. Zur zweiten Hälfte reiste dann eigens der US-Präsident an, um halb auf Deutsch, halb auf Englisch seine Sicht der (politischen) Dinge mitzuteilen. „Klimawandel? In den USA heißt das Weather“. Höhepunkt war zweifelsohne sein abschließender, freizügig vorgetragener Gesangsauftritt. Frank Eller bewies mit seinen beiden „politischen Auftritten“ innerhalb kürzester Zeit seine Wandlungsfähigkeit und neben seinem komödiantischen auch noch sein akrobatisches Talent, als er in Gestalt von Donald Trump auf dem Erdenball über die Bühne schwebte.

Ihm folgte der gebürtige Koblenzer Johannes Flöck, der bereits seit über einem Jahrzehnt erfolgreich mit seinen Programmen durch ganz Deutschland tourt. Und so warf er in Lahnstein einen ganz besonderen Blick auf das Älterwerden und den damit einhergehenden Veränderungen im Leben, in dem der Kopf Vorschläge macht, die der Körper nicht mehr erfüllen kann und er zu Weisheiten kommt wie: „Mein Gesicht hat auch schon mehr Vergangenheit als Zukunft“. Zudem stellte er fest, dass sich auch der Alkoholgeschmack mit den Jahren ändert und berichtete von Eierlikör- und Underberg-Eskapaden seiner Eltern.

Ein solcher Abend sollte eigentlich nicht enden, aber wenn er es schon tut, dann mit einem ganz besonderen Akt: Die legendären Niegelungen – Roberto Capitoni, Knacki Deuser, Andreas Grimm und Ralf Günther – fanden sich auf der Lahnsteiner Bühne wieder zusammen und verstanden es immer noch, das Publikum zu begeistern. Sie waren wieder „Bär, Frosch und Spanier“ und kamen im nächsten Moment zurück als Rocker auf die Bühne. Und dass der Auftritt des Elektro-Mans nicht fehlen durfte, versteht sich fast schon von selbst. Kurzum: Die vier Comedy-Profis waren einfach zeitlos komisch und somit ein toller Abschluss für zwei unvergessliche Abende in der Lahnsteiner Stadthalle.

Und nächstes Jahr?! Walter Nouvortne hält es für machbar, einmal jährlich eine größere städtische Veranstaltung in der Stadthalle Lahnstein durchzuführen. Er plädiert aber auch für Abwechslung, damit man den Zuschauern besondere und einzigartige Abende bescheren kann. Also lassen wir uns überraschen, was 2018 im Programm steht…

Quelle: Stadtverwaltung Lahnstein

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