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Koblenz: Wohnwünsche in Koblenz – Umfrage übertrifft alle Erwartungen

Pressemeldung vom 1. September 2015, 12:05 Uhr

Wohnwünsche in Koblenz: Umfrage übertrifft alle Erwartungen

Für die Mehrheit der Bürger in Koblenz kommen gemeinschaftliche Wohnformen in Frage
Öffentliche Vorstellung der Ergebnisse am 18.09.2015 im Kurt-Esser-Haus
Die gemeinsame Initiative von Bürgern und der kommunalen Statistikstelle ist ein Beispielprojekt im Rahmen der Bundesweiten Aktionstage, die vom Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) gefördert werden

Damit hatten die Initiatoren nicht gerechnet: Mehr als 1.200 Einwohner haben an einer Online-Umfrage zu aktuellen und künftigen Wohnwünschen teilgenommen. Ebenso überraschend sind die Ergebnisse: „Für über die Hälfte der Befragten kommt gemeinschaftliches Wohnen in Frage ? weit mehr, als wir erwartet hatten“, resümiert Daniela Schüller von der Kommunalen Statistikstelle. Für den angespannten Wohnungsmarkt in Koblenz ? vor allem bei günstigeren, kleinen Mietwohnungen ? sei das eine wichtige Planungshilfe. Die genauen Ergebnisse werden am 18. September um 19 Uhr im Medienladen des Kurt-Esser-Hauses vorgestellt. Die Zusammenarbeit von Bürgern und Kommune ist dabei eines der beispielhaften Projekte im Rahmen der Bundesweiten Aktionstage Gemeinschaftliches Wohnen 2015.

Wie wollen die Menschen in Koblenz heute und morgen leben? Dazu gibt die Umfrage dank der großen Teilnehmerzahl repräsentative Antworten, besonders für die Altersgruppen von 25 bis 65 Jahren. „Diese Menschen sind überaus sozial eingestellt und wünschen sich vor allem Gesellschaft; Hilfeleistungen für die Gemeinschaft werden als selbstverständlich angesehen“, so Schüller weiter. Neue, gemeinschaftliche Wohnformen mit aktivem Austausch und verbindlichen Nachbarschaften werden als wichtig erachtet. Genau deshalb hatte der Verein „Gemeinsam Wohnen in der Region Koblenz“ den Anstoß zur Umfrage gegeben: „Es war uns wichtig zu erfahren, ob das generationenübergreifende, gemeinschaftliche Wohnen ein Nischen-Thema ist oder doch ein größeres Gewicht in Koblenz hat“, so Vorsitzende Christine Holzing. Die Auswertung habe die Eindrücke des Vereins bestätigt, aber auch interessante, neue Erkenntnisse ermöglicht. Der Verein setzt sich seit 2005 für neue Wohn- und Lebensformen im Stadtgebie!
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Vor allem die 55- bis 65-Jährigen haben sich überdurchschnittlich häufig beteiligt ? jene Altersgruppe also, die sich jetzt auf ein Leben im Alter vorbereitet.

Gemeinschaftliches Wohnen: Neue Ideen für mehr Lebensqualität
Unter dem Slogan „Gemeinsam. Neu. Gewohnt.“ zeigen die Bundesweiten Aktionstage neue Wohnformen und beispielhafte Initiativen auf dem Land und in der Stadt. Sie alle kreisen um die Schlüsselfrage „Wie will ich eigentlich heute und später im Alter leben?“ Eine Antwort haben alle Teilnehmer gemeinsam: Ein Leben im Pflegeheim oder mit ambulanter Pflege allein können sie sich nicht vorstellen. Sie wünschen sich eine sichere, selbstbestimmte Geborgenheit in einem sozial lebendigen Umfeld. So entstehen Wohnprojekte als neue, verbindliche Gemeinschaft, die sich bei Bedarf gegenseitig unterstützt. Jeder lebt in seiner Wohnung, bleibt aber über ein aktives Mit- und Füreinander mit allen anderen Nachbarn verbunden; oft sind Gemeinschaftsräume das Herz des Hauses. Auch bei Pflege- und Unterstützungsbedarf ist gemeinschaftliches Wohnen möglich: zum Beispiel in selbstorganisierten und selbstverwalteten Wohnprojekten, in denen Pflegeangebote je nach Bedarf einbezogen werden.

Bund, Kommunen und Wohnungsunternehmen unterstützen die neuen Wohnformen, schließlich ist das gebündelte bürgerschaftliche Engagement ein Gewinn für jedes Dorf oder jede Stadt. Ob zur Miete oder im Eigentum, im Neubau oder in kreativer Umnutzung eines leerstehenden Bestands: Als Gemeinschaft finden die Gruppen Lösungen, die genau zu Region, Umgebung und persönlicher Wunschvorstellung passen. Die Bundesweiten Aktionstage machen die Vielfalt der Möglichkeiten erlebbar. Veranstalter ist das FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., das als gemeinnütziger Verein sowohl Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Wohnungswirtschaft unterstützt, berät und vernetzt. Die Veranstaltungsreihe wird vom Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) gefördert. Eine Übersicht aller Projekte in der Region gibt es unter aktionstage.fgw-ev.de

Quelle: Stadtverwaltung Koblenz

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