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Koblenz: „Trümmerfrauen und „männer in Koblenz“

Pressemeldung vom 23. September 2015, 14:49 Uhr

Lohnt es sich heute noch, über Legenden zu reden, was kann man mit einem Helden anfangen? Diesen Fragen gingen bei einer Veranstaltung der StadtBibliothek im Forum Confluentes der Oberbürgermeister der Stadt Koblenz Joachim Hofmann-Göttig und Ratsmitglied Manfred Gniffke nach. Und um es vorweg zu nehmen, beide bejahten das mit Überzeugung und nannten verschiedene Beispiele für Helden von damals und heute, deren Einstellung und Handeln uns als Vorbild dienen können.
Grundlage für die Gesprächsrunde war das neu erschienene Buch „Helden und Legenden oder: Ob sie uns heute noch etwas zu sagen haben“. Der Begleitband zum diesjährigen Kultursommer Rheinland-Pfalz mit 30 Beiträgen von Autoren aus Literatur, Wissenschaft und Politik wurde von Martin W. Ramb und Holger Zaborowski herausgegeben.

Zum Auftakt der Veranstaltung las Joachim Hofmann-Göttig aus seinem interessanten Buchbeitrag über die Trümmerfrauen und -männer von Koblenz. Diese Menschen haben mit ihrer aufopferungsvollen Arbeit dafür gesorgt, dass Koblenz nach dem Krieg wiederaufgebaut werden konnte. Sie sind nach seiner Auffassung „wahre“ Heldinnen und Helden, die es zu keinerlei Berühmtheit gebracht haben, denen die Stadt aber enorm viel zu verdanken hat und deren Andenken die Koblenzer bewahren sollten.
Als Zeitzeuge erzählte Manfred Gniffke anschließend Begebenheiten aus seinem Leben im weitgehend zerstörten Koblenz kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Eindringlich schilderte er die schwierigen Lebensumstände der Menschen, die dennoch stets versuchten, das Beste aus ihrer Situation zu machen und dabei die Lebensfreude nicht verloren.

Die Kooperationsveranstaltung mit dem Förderverein „Lesen und Buch – Freunde der StadtBibliothek“ wurde von Holger Zaborowski von der PTH Vallendar moderiert.
Im Anschluss entstand eine lebhafte Diskussion unter den gut 100 Besuchern der Veranstaltung. Dabei wurde weitere Erlebnisse der Nachkriegszeit genannt, die für die heutige Generation aufgeschrieben werden sollten. Einigkeit bestand zudem darin, dass den heutigen Helden, so wie etwa dem Team des Kampfmittelräumdienstes, den Ärzten ohne Grenzen, Polizisten und anderen, die für die Allgemeinheit tätig sind, unser aller Dank gebührt.

Quelle: Stadtverwaltung Koblenz

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