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Koblenz: Sporthalle der Grundschule Lützel offiziell in Betrieb

Pressemeldung vom 30. Juni 2016, 14:31 Uhr

Sporthalle der Grundschule Lützel offiziell in Betrieb genommen

Große Freude herrschte heute in der Regenbogen-Grundschule Lützel, denn die neue Sporthalle wurde durch Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz, nach einer „Probezeit“ von drei Monaten, offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Die Schule hatte hierzu ein mitreißendes Rahmenprogramm gestaltet, in welchem genau diejenigen in Aktion traten, die Hauptnutzer der Sporthalle sind: die Regenbogen-Kinder.

Dr. Margit Theis-Scholz führte in ihrer Rede aus, dass die Stadt Koblenz ihre Schulen in deren pädagogischer Arbeit und in ihren Bedürfnissen gut unterstützen wolle. Schule sei nicht nur ein Bildungsort, sondern auch einer des Zusammenkommens. Die Sporthalle stelle für den Stadtteil Lützel zugleich Sportstätte, wie auch einen Ort der sozialen Begegnung dar.

Neben der Kulturdezernentin sprachen auch Schulleiterin Alexandra Zinndorf, ihre Stellvertreterin Christina Felthaus, die ADD-Vertreter Stefan Kölsch und Karl-Peter Stümper, der stellvertretende Amtsleiter des Zentralen Gebäudemanagements, Hubert Kroh, sowie Architekt Guido Fries und Schulelternsprecherin Andrea Sauerwein. Im Publikum waren neben vielen Eltern u.a. auch Vertreter des Stadtrates, der Stadtverwaltung, der benachbarten Schulen und aus Lützeler Vereinen zugegen.

Der Neubau der Halle wurde notwendig, da die alte Schulturnhalle zum damaligen Bauwerk der Vorlandbrücke (als Teil der Europabrücke) gehörte, welche bekanntermaßen abgerissen und zwischenzeitlich neu erstellt wurde.

Die neue Sporthalle bietet den Grundschülern nun auf einer bebauten Fläche von 700 m², einer Geschossfläche von 916 m², bei 5.200 m³ umbautem Raum und einem Spielfeld von 27 m x 15 m weitaus bessere Möglichkeiten den Schulsport auszuüben.

Die Sporthalle wurde in Anlehnung an den Passivhaus-Standard errichtet. Die Tragkonstruktion wurde außen als Stahlbeton-Rahmenkonstruktion ausgeführt und das Dach aus Trapezblech wird von einer leichten Stahlkonstruktion getragen. Für die Dämmung der Fassade wurde kein herkömmliches Wärmedämm-Verbundsystem, sondern eine mit Mineralwolle gedämmte, hinterlüftete Vorhangfassade gewählt.

Auch bei der Gebäudetechnik wurde das Prinzip der Nachhaltigkeit in vielfältiger Weise umgesetzt. Die Lüftungsanlage verfügt über eine Wärmerückgewinnung und trägt dazu bei, dass in allen Räumen eine Grundwärme von 18°C erreicht wird. Sollten höhere Temperaturen erforderlich werden, schaltet sich automatisch ein Gas-Brennwertkessel ein. Die Warmwasserversorgung erfolgt als Frischwassersystem und stellt so sicher, dass eine moderne Trinkwasserhygiene erzielt wird. Die im Warmwasser-Pufferspeicher gespeicherte Wärme kann dabei sowohl zur Heizung als auch zur Warmwasserbereitung verwendet werden.

Dem Thema der Nachhaltigkeit wird auch durch das extensiv begrünte Dach und ein auf dem Grundstück errichtetes Regenwasserrückhaltebecken Rechnung getragen. Beides sorgt in Kombination dafür, dass bei Starkregenereignissen auftretende Wassermengen nicht zeitnah, sondern zeitversetzt direkt in die hier vorhandene Vorflut, nämlich die Mosel abgeführt werden.

Sobald die Tiefbauarbeiten der Vorlandbrücke abgeschlossen sind, können auch die im Außenbereich der Turnhalle geplanten Einrichtungen, wie die Tartan-Laufbahn und die Sprunggrube, fertig gestellt werden.

Die Baukosten belaufen sich auf 1,95 Mio. Euro, wovon das Land einen Anteil von 590.000 Euro trägt.

Quelle: Stadtverwaltung Koblenz

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