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Koblenz: Ortsvorsteher und Bürgermeisterin sprechen über Flüchtlinge

Pressemeldung vom 11. Juni 2015, 10:14 Uhr

Initiiert durch Gerd-Bernhard Giefer, den Ortsvorsteher aus Arenberg-Immendorf, trafen sich Koblenzer Ortsvorsteher und Mitglieder der Ortsbeiräte mit Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein, um über die Situation der Flüchtlinge zu sprechen. Mit dabei waren auch verschiedene Beschäftigte der Verwaltung und Vertreter der Koblenzer Wohnbau, um Fragen detailiert beantworten zu können.

Die Bürgermeisterin gab zu Beginn einen Überblick, wie sich die Zahl der Flüchtlinge in Koblenz entwickelt hat und wie die Stadt darauf hinsichtlich der Unterbringungsmöglichkeiten reagiert. Derzeit gehe man von 560 neuen Flüchtlingen im Jahr 2015 aus, mit eher steigender Tendenz. Da die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge aufgrund eines nahezu geschlossenen Marktes bei kleinem, bezahlbarem Wohnraum, gegenwärtig kaum möglich sei, habe sich die Verwaltung dafür entschieden drei zentrale Unterkünfte für Flüchtlinge zu nutzen, auf dem Messegelände, auf dem ehemaligen Betriebshof des Kommunalen Servicebetriebes, sowie auf dem Areal der Fritsch-Kaserne. Vor Ort würden Sozialarbeiter und sogenannte Herbergsväter die Flüchtlinge betreuen. Auch Hilfen in Alltagsdingen, medizinischer Service und Angebote zur sprachlichen Qualifizierung seien eingeplant.

Die Bürgermeisterin führte weiter aus, dass die Aufgabe der Flüchtlingsunterbringung die Verwaltung tagtäglich beschäftige und viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier eingebunden seien. Man sei bestrebt, mit Transparenz und einem offenen Umgang Akzeptanz für die Unterbringung der Flüchtlinge und deren Situation zu schaffen. Hierbei wolle man viele Menschen gewinnen, die der Verwaltung helfen, denn alleine könne man diese große Aufgabe nicht schaffen.

Da von Seiten des Ortsbeirates Arenberg-Immendorf im Vorfeld ein Fragenkatalog erstellt worden war, diente dieser als Leitpfaden durch das Gespräch und die entsprechenden Fachleute konnten hier umfassend Auskunft geben. So ging es um Fragen nach dem Ablauf von Asylverfahren, der Definition von Begriffen wie ?Asylbewerber? oder ?Flüchtling?, der konkreten Vorgehensweise bei der Unterbringung von Flüchtlingen in Koblenz, der Versorgung mit Sprachkursen, der Frage nach Schulunterricht und den berufliche Möglichkeiten für Flüchtlinge.

Zum Abschluss der Zusammenkunft verabredeten Bürgermeisterin Hammes-Rosenstein und die Ortsvorsteher, miteinander in Kontakt zu bleiben und sich schon in den nächsten Wochen wieder gemeinsam austauschen zu wollen.

Quelle: Stadtverwaltung Koblenz

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