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Koblenz: OB gibt Sachstandsbericht zur Flüchtlingssituation

Pressemeldung vom 17. September 2015, 15:57 Uhr

Noch vor Eintritt in die reguläre Tagesordnung hat Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig einen Sachstandsbericht zur Situation der Flüchtlinge in Koblenz abgegeben.

Derzeit gehe die Stadtverwaltung davon aus, dass Koblenz in diesem Jahr rund 1.200 Flüchtlinge zugewiesen werden. Derzeit leben in Koblenz 857 Menschen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. Davon leben 371 in Durchgangswohnungen.

Die Zahlen änderten sich häufig, aber die Tendenz sei bisher immer steigend gewesen. Daher habe sich der Stadtvorstand entschlossen, im Bereich der Fritsch-Kaserne die Unterbringungskapazität auf 240 Plätze zu erhöhen. Ferner habe die BIMA angekündigt, der Stadt in den kommenden Wochen freie Wohnungen in ihrem Bestand zur kostenlosen Unterbringung von Flüchtlingen anzubieten. Und auch die Bundeswehr wird der Stadt Räumlichkeiten anbieten. Hofmann-Gölttig über diese Bereitschaft sehr erfreut und dankte den beiden Koblenzer Bundestagsabgeordneten Michael Fuchs und Detlev Pilger für ihren Einsatz in diesen Fragen.

In den letzen Tagen waren in den Medien Berichte zu lesen, die auf eine deutliche Aufstockung der Flüchtlingsunterbringung durch den Bund abzielten. Die Zahlen erwiesen sich bisher als Gerücht, doch die Prüfung habe stattgefunden. Bisher werden der Stadt die bekannten Quoten an Flüchtlingen zugewiesen.

Außerdem berichtete der Oberbürgermeister über den Flüchtlingsgipfel bei der Ministerpräsidentin. Bereits am Vortag hatte er von Staatsministerin Alt von der Einrichtung einer Außenstelle zur Erstaufnahme von Flüchtlingen in Koblenzer erfahren. Der OB begrüßte die Erhöhung der Erstaufnahmekapazitäten des Landes und ist daher auch mit einer solchen Einrichtung in Koblenz einverstanden. Dabei bedankte er sich besonders beim Koblenzer Roten Kreuz und dessen Vorsitzenden Stadtrat Leo Biewer, die die Trägerschaft für diese Einrichtung in der Turnhalle der Landesfeuerwehrschule übernommen und dabei tolles geleistet haben.

Ganz Deutschland befände sich derzeit in einer angespannten Lage, auf die Politik und Verwaltungen angemessen zu reagieren haben. Dabei seien die Belastungen für die Bevölkerung auf ein Mindestmaß zu beschränken.

OB Hofmann-Göttig dankte abschließend allen ehrenamtlich Engagierten, den Hilfsorganisationen, seinen Kollegen des Stadtvorstandes, den beteiligten Ämtern sowie den Mitgliedern des Stadtrates für das gute Zusammenwirken zur Linderung der Not der Flüchtlinge.

Quelle: Stadtverwaltung Koblenz

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