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Koblenz: Lehrerfortbildung Waldökostation

Pressemeldung vom 17. Juli 2012, 14:28 Uhr

Mit Käscher und Computer – Lehrerinnen und Lehrer lernen an natürlichem und virtuellem Bach

Bei einer Fortbildung an der Waldökostation im Stadtwald Koblenz konnten sich Lehrerinnen und Lehrer rund um das Thema Gewässerökologie weiterbilden. Angeboten wurde die Veranstaltung von der Waldökostation des Umweltamtes Koblenz, dem Pädagogischen Landesinstitut sowie der Redaktion Planet Schule des Südwestrundfunks (SWR).

Das Besondere an der praxisnahen Fortbildung zu dem Thema war die Kombination aus multimedialem Arbeiten und Lernen am Computer und einer biologischen Freilanduntersuchung direkt am Lebensraum Bach.

So hatten die Lehrerinnen und Lehrer zunächst die Möglichkeit sich mit einer Lernsoftware am Computer in die Thematik einzuarbeiten. Welche Tiere leben im Bach? Wo finden Eintagsfliegenlarven Unterschlupf? Warum ist die Vielfalt der Arten so wichtig? Diese und weitere Fragen konnten die Teilnehmer mit Hilfe von Computeranimationen, Simulationen sowie interaktiven Lernspielen erarbeiten.

Die Lern-DVD „Lebensräume entdecken: Gewässer“ ist eine von vielen pädagogischen Bildungscomputerprogrammen, die von der Redaktion Planet Schule des SWR für den Einsatz an Schulen entwickelt wurden.

„Wir möchten mit unseren Lernmedien Schülerinnen und Schüler aller Schultypen und Altersstufen durch multimedialen Unterricht aktiv in Lernprozesse einbinden.“ so Hanspeter Hauke, SWR Redakteur, der den technischen Part der Fortbildung leitete. Spaß und Begeisterung hatten dann auch die teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer etwa beim Erkunden eines virtuellen Baches oder beim Herstellen eines eigenen Filmbeitrages für ihren Unterricht.

Das virtuell erlernte wurde im Anschluss direkt am Lebensraum Bach forschend vertieft. Unter der Leitung des Diplom-Biologen Oliver Euskirchen erfuhren die Teilnehmer verschiedene didaktische Methoden, wie man mit Schülerinnen und Schülern ein Gewässer untersucht. An einem nahe gelegenen Bachlauf wurden mit einfachen Geräten Tiere gefangen und identifiziert. Neben z.B. Strudelwürmern, Köcher- und Eintagsfliegenlarven konnten sogar Larven von Feuersalamandern nachgewiesen werden. Für die forschenden Lehrerinnen und Lehrer war somit klar, dass es sich bei dem Bach um ein Gewässer mit hervorragender Gewässergüte handelt und dieser nahezu unbelastet ist.

Für die Lehrerinnen und Lehrer stand am Ende der Fortbildung fest: Interaktiver Unterricht mit Schülern am PC und Freilanduntersuchungen in der Natur sind keine Gegensätze. Im Gegenteil: beide Unterrichtsformen ergänzen sich in hervorragender Weise. Auf der einen Seite der informative und interaktive Zugang in die Ökologie des (virtuellen) Lebensraumes am PC. Andererseits die ganzheitliche Freilanduntersuchung im Biotop, die durch eigenes Forschen den Schülern ein spannendes und emotionales Lernen am lebenden Objekt ermöglicht.

Quelle: Stadtverwaltung Koblenz

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