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Koblenz: Fotoausstellung: Die Geschichte der Eziden im Irak in Bildern

Pressemeldung vom 6. Juni 2016, 15:06 Uhr

Am Freitag, 17. Juni um 15:00 Uhr wird Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig in der City-Kirche eine ungewöhnliche Ausstellung eröffnen: „Die Geschichte der Eziden im Irak in Bildern“. Auch der Vorsitzende des Beirats für Migration und Integration, Serkan Genc und ein Vertreter der Citykirche werden Grußworte sprechen. Anschließend wird Rechtsanwältin und Beiratsmitglied Zemfira Dlovani über die Reise, bei der die Bilder entstanden, berichten.

Eziden sind eine Kurdisch sprechende, monotheistische religiöse Minderheit mit mehreren hunderttausend Angehörigen, deren ursprüngliche Hauptsiedlungsgebiete im nördlichen Irak, in Nordsyrien und in der südöstlichen Türkei liegen. Heute sind Eziden durch Auswanderung auch in Europa verbreitet, u.a. in Deutschland und damit auch Koblenz. Seit August 2014 fliehen Eziden aus dem Norden des Iraks vor dem Vormarsch der Terrorgruppe Islamischer Staat, von dem sie als „Ungläubige“ verfolgt, versklavt und ermordet werden.

Im Rahmen einer Delegationsreise im April, an der auch Zemfira Dlovani, selbst Ezidin, und der Koblenzer Fotograf Dietmar Guth teilgenommen haben, sind im Irak/Shingal (auch Sinjar) und Umgebung viele eindrucksvolle Bilder entstanden. Diese wollten die beiden der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, um damit auf die Situation der Eziden, die im Jahr 2014 vom IS angegriffen und vertrieben wurden, aufmerksam zu machen.

Die Ausstellung ist mit einer Spendenaktion verbunden. Sowohl der Erlös aus dem Verkauf der Bilder als auch die Spenden werden ezidischen Flüchtlingen zu Gute kommen. Näheres dazu: mail@kanzlei-dlovani.de.

Insgesamt wird die Ausstellung in der Citykirche vom 17. Juni bis 19. Juni zu sehen sein.

Quelle: Stadtverwaltung Koblenz

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