Energiewechsel

Kaiserslautern: Wirtschaftsministerin Eveline Lemke auf Sommerreise in Kaiserslautern

Pressemeldung vom 19. Juli 2012, 16:40 Uhr

Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel begleitete sie bei Betriebsbesuchen

Eveline Lemke, Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, ist zurzeit auf Sommerreise durch das Land. In 10 Tagen vom 09. bis 20. Juli stehen mehr als 45 Termine auf dem Programm, unter anderem Betriebsbesuche und touristische Ausflüge.

Gestern war die Ministerin zu Gast in Kaiserslautern. Der Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel war eingeladen, sie bei ihren Betriebsbesuchen bei den Firmen Wipotec Wägetechnik und der Lumera Laser GmbH zu begleiten. „Ich freue mich sehr, die Ministerin auf ihrer Reise durch das Land heute in Kaiserslautern begrüßen zu dürfen“, so der Oberbürgermeister. „Es handelt sich bei beiden Betrieben um innovative High-Tech-Unternehmen, was den Wirtschaftsstandort Kaiserslautern zur heutigen Zeit gut widerspiegelt und repräsentiert. Wir haben in den letzten Jahrzehnten eine große Entwicklung erlebt, bis hin zu einem Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort mit internationalem Bekanntheitsgrad“, ergänzt der Verwaltungschef, der sich mit Herzblut für diesen Prozess stark macht und mit viel Erfolg öffentlichkeitswirksam durch die Veranstaltungsreihe „Jahr der Wissenschaft“ kommuniziert.

Den Besuch zur Firma Wipotec musste der Oberbürgermeister jedoch alleine antreten, die Ministerin ließ sich aufgrund terminlicher Engpässe entschuldigen.

Das Unternehmen ist ein im Jahr 1988 gegründetes familiengeführtes Unternehmen mit Sitz im Gewerbegebiet am Hertelsbrunnenring. Kerngeschäft ist die Entwicklung und Produktion von Präzisionswaagen für Hochgeschwindigkeitsanwendungen, die zum Beispiel in der Pharmazie, beim Postversand oder in der Lebensmittelproduktion zum Einsatz kommen. Derzeit beschäftigt Wipotec über 300 Mitarbeiter. Das derzeitige Firmengebäude wird zum großen Teil mittels einer Geothermieanlage mit einer Leistungskapazität von 300 kW gekühlt und geheizt, was in Rheinland-Pfalz Modell-Charakter vorweist. Für dieses Jahr plant die Firma ein Neubauvorhaben mit einer Investition in Höhe von 20 Million Euro für weitere 9.000 m² Produktionsfläche und der Aussicht auf weitere 100 Arbeitsstellen. Das wirklich beeindruckende an dem geplanten Neubau wird hier die Energietechnologie sein. Der Neubau wird Passivhausstandard vorweisen, der über eine gute Dämmung, über eine neuartige Solarwärmespeicheranlage und eine innovative Regenwasserwärmepumpe erreicht wird. „Wir wollen hier Energiestandards setzen, die Leuchtturmprojekte darstellen. Dafür nehmen wir Kosten allein für die Energiegewinnung in Höhe von 3,3 Millionen Euro in Kauf, denn einer muss ja mal damit anfangen“, erklärt der Geschäftsführer Theo Düppre seine ambitionierten Ziele. Der Oberbürgermeister zeigte sich von den Plänen zum Einsatz dieser neuartigen Energiegewinnen beeindruckt und lobte den zukunftsweisenden Einsatz sehr.

Weiter ging es zur nächsten Betriebsbesichtigung bei der Lumera Laser GmbH. Das Unternehmen hat sich der Lasertechnik verschrieben und erstellt Lasersysteme und Komponenten für Laser und Laserstrahlquellen. „Unsere Kunden sitzen zum großen Teil in Asien und den USA, aber natürlich bedienen wir auch den europäischen Markt“, erklärt Geschäftsführer Dr. Achim Nebel.
Die Lasertechnik kommt dort zum Einsatz, wo in der Industrie höchste Präzision in der Produktion gefragt ist und Laser mit einer Feinheit kleiner als einem Tausendstel Millimeter benötigt werden. Gerade im Bereich der Zahnmedizin oder Augenoptik erschließen sich die Geschäftsfelder, aber auch in der allgemeinen Oberflächenbehandlung, um Reibungsverluste an Maschinenteilen zu reduzieren. „Auch das Schneiden von Glas, welches für die Verarbeitung von Smartphones oder Tablets immer höheren Ansprüchen genügen muss, kann durch unsere Laser ohne große Materialverluste vorgenommen werden“, erläutert der Geschäftsführer weiter.

Das Unternehmen, welches im Jahr 2002 als echtes „Spin-Off“ aus dem Fachbereich Physik an der Universität Kaiserslautern heraus gegründet wurde, hatte damals ganz klein mit der Belegung von zwei Räumen im BIC (Business Innovation Center) in Siegelbach begonnen. Aufgrund seines bahnbrechenden Erfolges mietete die Firma bereits einige Jahre später das komplette BIC-Gebäude an, welches mittlerweile ebenfalls mit räumlichen Engpässen zu kämpfen hat.

Sowohl die Wirtschaftsministerin als auch der Oberbürgermeister waren sehr interessiert an der Technologie und lobten die dadurch erwirkten, positiven Energieeffekte, die mit ressourcensparender Materialverbesserung und geringen Materialverlusten bei der Verarbeitung einhergehen.

„Ich kenne das Unternehmen sehr gut, unter Anderem durch die gute Kooperation der Veranstaltungsreihe „Jahr der Wissenschaft“. Die Entwicklung des Unternehmens, welches mit verschiedenen Innovationspreisen bereits mehrfach ausgelobt wurde, zeigt sehr deutlich, welche positiven Auswirkungen die Schwerpunkte Wissenschaft und Forschung der Technischen Universität durch anschließende Firmengründungen auf die kommunale Wirtschaftskraft in Kaiserslautern haben“, stellt der Oberbürgermeister abschließend klar.

Auch die Ministerin möchte die Arbeit des Unternehmens für die Zukunft unterstützen. „Scheuen Sie sich nicht, uns im Wirtschaftsministerium einfach mal anzurufen, wenn Sie Hilfestellungen benötigen. Es ist unsere politische Aufgabe, in Fragen der Vernetzung von Wirtschaft, Forschung und Ausbildung unsere Köpfe rauchen zu lassen.“

Quelle: Stadtverwaltung Kaiserslautern

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