Energiewechsel

Kaiserslautern: Oberbürgermeister Dr. Weichel – „Weiterer Schritt in Richtung klimafreundliche Stadt“

Pressemeldung vom 6. Februar 2014, 15:22 Uhr

Finanzminister Kühl überreicht Förderbescheid ‚Energetische Stadtsanierung – Quartierskonzept Bahnheim‘

Heute hat die „Baugenossenschaft Bahnheim“ in Kaiserslautern einen Förderbescheid im Rahmen des Programms „Energetische Stadtsanierung“ erhalten. Finanz- und Bauminister Carsten Kühl überreichte die Urkunde an die Aufsichtsratsvorsitzende Roswitha Hemmerling und den Vorstand der Baugenossenschaft Bahnheim im Beisein des Oberbürgermeisters der Stadt, Dr. Klaus Weichel.

„Die Verbindung von Denkmalschutz und energetischer Sanierung kann mit diesen Fördermitteln analysiert und bewertet werden“, so Kühl. „Mich freut ganz besonders, dass wir mit der Baugenossenschaft Bahnheim eG nun die erste Genossenschaft unter den Zuwendungsempfängern haben. Bislang wurde die Förderung nur von Kommunen selbst für ausgewählte Stadtteile oder Quartiere in Anspruch genommen“, so Kühl weiter. Oberbürgermeister Dr. Weichel freute sich über die Zuwendung in Höhe von insgesamt 76.500 Euro, die nach Antragstellung durch die Stadt voll an die Genossenschaft weitergeleitet wurde. Diese übernimmt den verbleibenden Eigenanteil von 13.500 Euro für die Erstellung des Konzeptes. „Mit Ihrer Unterstützung kann die Stadt Kaiserslautern eine weitere wichtige Maßnahme unserer Klimaschutzbasierten Wirtschaftsförderungsstrategie umsetzen und einen weiteren Schritt in Richtung klimafreundliche Stadt gehen“, dankte er den Beteiligten. Die Stadt habe sich hierbei das ambitionierte Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 die CO2″-Emissionen in Kaiserslautern um mehr als 40 Prozent zu reduzieren. „Wir sind dabei auf einem guten Weg, die Erreichung unserer Zielvorgaben ist machbar“, so der Oberbürgermeister.

Die Erhöhung der energetischen Sanierungsquote im privaten Gebäudebestand, sowie die Versorgung von denkmalgeschützten Gebäuden mit grüner Fernwärme sind Teil dieses Klimaschutzkonzeptes der Stadt. Das Quartier „Bahnheim“ umfasst ein rund acht Hektar großes Gebiet, welches mit 369 Wohnungen in 88 Gebäuden bebaut ist. Die Gebäude wurden in den 1920ern und 1950ern errichtet. Auf Grund des Denkmalschutzes wurden bisher keine energetischen Sanierungsmaßnahmen an den Häusern durchgeführt. Diese weisen daher sehr hohe Energieverbrauchskennwerte auf, die außerdem eine Vermietung in Zukunft erschweren. Deshalb sind Sanierungsmaßnahmen an den Gebäuden unumgänglich. „Vorrangiges Ziel des integrierten Quartierkonzeptes ist es, eine Lösung für die Vereinbarkeit von Denkmalschutz und größtmöglicher Energieeinsparung im Wärmebereich zu präsentieren, die realisierbar und wirtschaftlich ist“, informierte der Oberbürgermeister. Dazu wird in einem ersten Schritt die Gesamtenergiebilanz des Quartiers erfasst, ein Maßnahmenkatalog erstellt und Sanierungsszenarien entwickelt, die dann mit den Bewohnerinnen und Bewohnern besprochen werden. „Der Erhalt des Bestandes und die gleichzeitige Einbindung der Bevölkerung ist uns wichtig“, sagte Minister Kühl bei der Übergabe. Weichel wies darauf hin, dass die Bürgerinnen und Bürger in die Erarbeitung von Aktionsplänen und Handlungskonzepten mit eingebunden werden müssen. Hierfür werde eigens ein Konzept zur Öffentlichkeitsarbeit entwickelt.

Das Programm der energetischen Stadtsanierung, aus dem die Fördermittel stammen, ist Teilprogramm im Rahmen des „Experimentellen Wohn- und Städtebaus (EsWoSt)“. Erhofft werden Impulse für den Sanierungsprozess insbesondere in innerstädtischen Altbauquartieren, Sanierungsgebieten und in Quartieren mit heterogener Eigentümerschaft. Zudem soll das Programm die im Rahmen der Nationale Klimaschutzinitiativen (NKI) erstellten kommunalen Klimaschutzkonzepte durch eine quartiersbezogene detaillierte Betrachtung ergänzen.

Quelle: Stadt Kaiserslautern

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