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Kaiserslautern: Fotografin Barbara Stenzel gibt Einblick in Ausstellung

Pressemeldung vom 12. Juni 2015, 08:45 Uhr

„Madonna – Unsichtbares sichtbar machen“ noch bis 19. Juni im Rathaus

Bereits seit dem 27. Mai widmet sich im Foyer des Rathauses am Willy-Brandt-Platz eine Ausstellung einem sensiblen Thema: Unter dem Titel „Madonna. Unsichtbares sichtbar machen“ zeigt die Ausstellung alleinerziehende Frauen mit behinderten Kindern. Müssen das „Super-Mütter“ sein? Oder leiden sie besonders an und mit ihren Kindern? Die Fotografin Barbara Stenzel und die Künstlerin Naomi Lawrence – beide aus München – haben diese Gruppe von Frauen in Bilder gesetzt. Die Ausstellung macht in sieben Fotografien und sechs Gemälden sowie Texttafeln auf diese Müttergruppe aufmerksam und ist noch bis zum 19. Juni zu sehen.

Höhepunkt war der heutige Besuch von Barbara Stenzel, die vor Ort allen Interessierten eine Einführung in ihre Arbeit gab. „Wir wollen mit der Ausstellung Frauen in den Blickpunkt rücken, deren Lebensleistung nicht ausreichend gewürdigt wird“, so die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kaiserslautern, Marlene Isenmann-Emser, sowie Claudia Kettering von der Evangelischen Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft Kaiserslautern bei ihrer Begrüßung. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Saxophonistin Claudia Botzner.

Wie Stenzel erklärte, habe sie sich bei ihren Fotografien bewusst an den klassischen Motiven der Madonnendarstellung orientiert. „Ich möchte damit allen alleinerziehenden Mütter mit behinderten Kindern ein Denkmal setzen!“, so die Fotografin. In dem Kunstprojekt mit Naomi Lawrence, das den Bildern voraus ging, haben die Mütter sich mit ihrer besonderen Situation kreativ auseinander setzen können. Dabei seien die Gemälde entstanden, die ebenfalls Teil der Ausstellung sind. Es gehe darum, so Stenzel, einem Thema, das in der Öffentlichkeit kaum Berücksichtigung finde, die Türen zu öffnen. „Umso mehr möchte ich mich dafür bedanken, dass es gelungen ist, die Ausstellung hier im Rathaus im Mittelpunkt der Stadt zu zeigen.“

Trägerinnen der Ausstellung sind die „Frauen in der Ökumene“ (Fachbereich Frauen der Evangelischen Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft; Frauen in der Mennonitischen Kirche; Frauen in der Methodistischen Kirche; Katholischer Deutscher Frauenbund; Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Kaiserslautern. Die Ausstellung war bereits am Pfingstwochenende im Rahmen des Ökumenischen Kirchentages in Speyer zu sehen.

Quelle: Stadtverwaltung Kaiserslautern

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