Energiewechsel

Idar-Oberstein: Sexualerziehung in der Grundschule

Pressemeldung vom 29. Juni 2015, 08:24 Uhr

Grenzen, die niemand überschreiten darf

Im Mai und Juni dieses Jahres wurde in der Grundschule „Auf der Bein“ ein theaterpädagogisches Präventionsprogramm durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendamt Idar-Oberstein und der Beratungsstelle Profamilia wurde den Schülern der 4. Klassen dazu die dreiteilige interaktive Szenencollage „Mein Körper gehört mir!“ gezeigt. Das Theaterstück der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück ermutigt die Kinder, ihrer Wahrnehmung zu vertrauen und eigene Grenzen zu ziehen, wenn das Recht auf körperliche Selbstbestimmung verletzt wird.

Mit dem Theaterstück wird den Schülern das Thema sexueller Missbrauch kindgerecht nahe gebracht. Die einzelnen Teile des Programms widmen sich den Themen Ja- und Nein-Gefühle, sexueller Missbrauch durch Fremde und durch Täter aus dem Nahbereich der Kinder. Trotz der ernsthaften Inhalte wird viel gelacht, gesungen und über die von den beiden Darstellern gespielten Szenen diskutiert. Den Kindern wird erklärt, was sexueller Missbrauch ist. Sie werden aufgefordert ihren Gefühlen zu trauen und sie erfahren, dass jeder das Recht hat, „Nein!“ zu sagen, wenn eine Berührung unangenehm ist, oder wenn ein anderer meine persönlichen Grenzen überschreitet.
Wissen macht stark!
Je besser Kinder informiert sind und ihre eigenen Wahrnehmungen und Gefühle einschätzen können, desto besser sind sie geschützt. Die Theaterpädagogische Werkstatt und ihre engagierten Darsteller unterstützen mit ihren Präventionsprogrammen Kinder auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Diese werden ermutigt, ihren Nein-Gefühlen zu vertrauen, anderen davon zu erzählen und sich Hilfe zu holen, wenn sie welche benötigen. Denn es gibt Grenzen, die niemand überschreiten darf! Dies ist die eindeutige Botschaft, die die Kinder mit nach Hause nehmen können.

Sexualerziehung ist an der Grundschule „Auf der Bein“ seit Jahren fester Bestandteil des Unterrichtes und wird in Kooperation mit der Fachstelle Profamilia in Idar-Oberstein durchgeführt. Es fanden in der Vergangenheit bereits Elternabende zum Thema statt, Lehrkräfte besuchten Fortbildungsangebote und die Mitarbeit im sexual erzieherischen Unterricht wurde durch Profamilia unterstützt. Hier wurden unter anderem zum Beispiel individuelle Brettchen gebastelt, auf denen jedes Kind sein ganz persönliches „Hilfenetz“ (Foto) erstellte. Das Präventionsprogramm wird im November an der Förderschule Lernen – Nahetalschule fortgesetzt.

Quelle: Stadtverwaltung Idar-Oberstein

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis