Energiewechsel

Idar-Oberstein: Das „neue“ Hallenbad nimmt Gestalt an

Pressemeldung vom 18. Juni 2015, 10:22 Uhr

Die Baumaßnahme zur Sanierung des Idar-Obersteiner Hallenbades ist in vollem Gang. Die Abbrucharbeiten sind größtenteils erledigt, das Gebäude ist – bis auf das zentrale 25-Meter-Schwimmerbecken, das unverändert erhalten bleibt – fast komplett entkernt. Jetzt beginnt der Wiederaufbau, auf der Seite zum Idarbach hin wurden bereits das Kellergeschoß und die Bodenplatte für das neue Lehrschwimmbecken, das an das bisherige Gebäude angebaut wird, errichtet. Wie genau das neue Hallenbad aussehen soll, erläuterte Architekt Reinhardt Eule vom Planteam Ruhr nunmehr den Mitgliedern des Stadtrates und des Stadtwerksausschusses.

Zunächst führte Reinhardt Eule dem Gremium anhand einiger Fotos nochmals den früheren Zustand des Hallenbades sowie den Verlauf der Abbrucharbeiten, bei denen das Gebäude bis auf die Rohkonstruktion abgebrochen wurde, vor Augen. Die neue Gestaltung erläuterte der Architekt anhand von Plänen, Zeichnungen und 3-D-Visualisierungen. Der Eingang des Hallenbades wird ein Stück weit seitlich verlegt, der bisherige Eingangsbereich mit dem offenen Atrium wird geschlossen. In dem so gewonnen Raum findet ein neues Planschbecken Platz. Im neuen Eingangsbereich wird eine kleine Gastronomie mit Sichtkontakt ins Bad eingerichtet. Dem Eingang nachgelagert sind wie bisher der Umkleide- sowie der Sanitär- und Duschbereich, die jedoch komplett umgestaltet werden. Im eigentlichen Bad bleibt das Schwimmerbecken weitgehend unverändert, die bestehende Tribüne wird verkleinert, um Platz für den Durchgang zum Planschbecken zu schaffen. Die verbleibende Tribüne bietet voraussichtlich immer noch Sitzplätze für knapp 170 Zuschauer. Auf der gegenüberliegenden Seite wird ein neues Lehrschwimmbecken an das Gebäude angebaut. Es hat eine Größe von 8 mal 12,5 Metern, verfügt über eine Gewöhnungstreppe sowie Nackenduschen und Massagedüsen. In diesem Bereich werden weiterhin noch ein Dampfbad und Erlebnisduschen sowie ein mit Glas abgetrennter Ruheraum angegliedert, von dem aus die Besucher auch ins Freie gelangen können.

„Bei der farblichen Gestaltung des Umkleide- und Duschbereich wollen wir uns an das in Idar-Oberstein vorherrschende Thema Edelsteine anlehnen“, erklärte Eule. Die abgestuften Farbstreifen sollen an die Lagen eines Achates erinnern, für den Damenbereich sind türkis-grüne, für den Herrenbereich türkis-blaue Nuancen vorgesehen. Die Farbgebung im Badebereich ist noch nicht endgültig festgelegt, „sie soll aber hell und freundlich werden“, so der Architekt. Dem Thema Beleuchtung hat sich das Planteam besonders angenommen, über den verschiedenen Becken sollen abgehängte Decken mit Lichteffekten für optische Highlights und ein angenehmes Raumgefühl sorgen. Die Außengestaltung sieht vor, den durchgehende Sockel sowie den eingeschossigen Eingangsriegel, der mit HPL-Platten verkleidet wird, in einem schieferfarbenen Anthrazitton zu halten. Die Schwimmhalle selbst soll in einer hellen Cremefarbe gestrichen werden.

„Im baulichen Bereich sind aktuell fast alle Gewerke beauftragt, im technischen Bereich bisher die Gewerke Sanitär und Heizung“, erklärte Architekt Eule. Dabei liege man bisher knapp unter dem hierfür veranschlagten Budget. Insgesamt sind etwas mehr als die Hälfte der Gewerke submittiert. Verzögerungen gibt es derzeit bei den Beleuchtungsanlagen. Die Stadtwerke möchten energiesparende LED-Anlagen einbauen, für die es einen Zuschuss gibt. Obwohl der entsprechende Antrag schon vor Monaten eingereicht wurde, fehlt noch die Bewilligung. „Und bevor die nicht vorliegt, dürfen wir nicht ausschreiben“, unterstrich der Architekt, der davon ausgeht, dass die Sanierungsmaßnahme bis Sommer nächsten Jahres abgeschlossen ist.

Bürgermeister Friedrich Marx dankte dem Planteam Ruhr für die Vorstellung der Planungen, die bei den Rats- und Ausschussmitgliedern auf großen Zuspruch stießen. Er hofft, dass die positive Entwicklung bei den Baukosten anhält und es zu keinen größeren zeitlichen Verzögerungen im Bauablauf kommt. „Aber wenn der Zuschussbescheid noch länger auf sich warten lässt, bringt das den Bauzeitenplan schon durcheinander.“ Daher hält Marx eher eine Wiedereröffnung des Bades im Sommer/Herbst 2016 für realistisch. „Auf jeden Fall sehen unsere Bürger, dass beim Hallenbad etwas passiert und die Pläne jetzt endlich Wirklichkeit werden“, unterstrich der Stadtwerksdezernent und ist sich sicher, dass „wir die Stadt Idar-Oberstein dann über ein tolles, modernes Hallenbad verfügen wird.“

Quelle: Stadtverwaltung Idar-Oberstein

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