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Bingen: Herausragender Vertreter der Hospizbewegung feierte 90. Geburtstag

Pressemeldung vom 1. September 2015, 09:21 Uhr

Oberbürgermeister Feser überbringt Dr. Paul Becker die Glückwünsche der Stadt Bingen

Als Pionier der Sterbebegleitung wurde er bezeichnet: In Geborgenheit sterben und leben – diese Aussage kann als Credo des Lebensinhalts von Dr. Paul Becker gelten. So könnte man auch die Initialen der IGSL, der Internationalen Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand übersetzen, die Dr. Becker vor fast 30 Jahren mit motivierten Menschen aus Bingen und Limburg ins Leben rief. Vielfach ausgezeichnet wurde Dr. Becker für seine Leistungen, die Hospizbewegung auch in Deutschland zu etablieren, etwa mit dem Bundesverdienstkreuz oder dem Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz, aber auch mit dem ältesten Siegel der Stadt Bingen in Silber. Was diese Ehrerweisungen zum Ausdruck bringen sollen ist der Dank und die Wertschätzung dafür, ein schwieriges Thema aus dem Tabubereich herausgeholt zu haben. „Lebensqualität bis zum Tode, der zum Leben dazugehört, und die Wahrung der Menschenwürde, das war immer Ihr Antrieb“, hob Oberbürgermeister Thomas Feser die Verdienste des engagierten Streiters für menschenwürdiges Sterben bei seinem Besuch hervor. Mit dieser Haltung war er einer der Vordenker der Hospizbewegung und begründete auch in Bingen, hier gemeinsam mit dem Malteser Hilfsdienst, die Arbeit der Hospizhilfe. Bis kurz vor seinem 87. Lebensjahr war er hier auch noch aktiv tätig. Feser betonte, Dr. Becker habe wirklich großartiges geleistet, „denn er hat mit großem Mut und seiner ganzen persönlichen Kraft eine kulturelle Auseinandersetzung mit dem Tod in unserem Land angestoßen.“ Damit stehe er nicht nur Todkranken sondern auch deren Angehörigen zur Seite. Feser bedankte sich bei Dr. Becker für sein uneigennütziges und nachhaltiges Engagement und wünschte Dr. Paul Becker noch viele gesunde und zufriedene Jahre.

Quelle: Stadtverwaltung Bingen

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