Energiewechsel

Bingen am Rhein: Renovierung Kaiser-Friedrich-Turm abgeschlossen

Pressemeldung vom 31. August 2012, 14:58 Uhr

Aussichtsplattform auf dem Rochusberg freigegeben

Nach viermonatiger Bauzeit wurde heute durch Oberbürgermeister Thomas Feser der Kaiser-Friedrich-Turm auf dem Rochusberg wieder freigegeben. „Für die Stadt Bingen ist es eine Verpflichtung und eine wichtige Aufgabe solche Bauwerke zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, erklärte dazu Thomas Feser. Zudem habe der Turm gleichermaßen einen Freizeit, sowie einen touristischen Wert. „Von dem obersten Aussichtspunkt hat man einen wunderbaren Rundumblick. Zum einen über die Innenstadt und Bingerbrück mit dem Tor zum Mittelrheintal im Hintergrund, sowie ins Nahetal und weite Teile von Rheinhessen und sogar auf die Rochuskapelle,“ kommt der Oberbürgermeister über den einzigartigen Panoramablick ins schwärmen. Für Touristen wie Einheimische gleichermaßen immer wieder ein gern besuchter und vielfach fotografierter Ort. „Die neu errichtete Aussichtsplattform gibt einen bisher nie dagewesenen Blick frei und ich kann nur empfehlen einmal die nunmehr 114 Stufen, die es bis dorthin sind, auf sich zu nehmen, um oben angekommen, einfach unsere schöne Landschaft zu genießen“, empfiehlt Thomas Feser.

Rund 60.000 € werden wohl, wenn die letzten Abrechnungen vorliegen, für die Instandsetzung der Turmanlage aufgewendet worden sein. Die Bauarbeiten beinhalteten dabei die Kompletterneuerung der maroden Aussichtsplattform und des Treppenhausaufganges. Die Arbeiten waren notwendig geworden, da die vorhandene „preußische Kappendecke“ witterungsbedingt nicht mehr tragfähig war. Zudem war eine Treppenhauswand verschoben und die Stahltreppenkonstruktion verrostet. Der Abriß und die Neugestaltung der Plattformdecke erfolgten, ebenso wie der Wiederaufbau des Treppenhauses, mit Klinkersteinen im alten Stil in Absprache mit der unteren Denkmalpflegebehörde. Eine neue Stahltreppenkonstruktion mit Geländer führt bis zum oberen Aussichtspunkt.

1887 bis 1888 wurde der von den Architekten Anton Louis und Johann Doll geplante Turm errichtet. Ursprünglich sollte es ein Holzturm sein, den man auf dem westlichen Teil des Rochusberges, dem sogenannten Scharlachkopf errichten wollte. Dazu fehlte aber erst mal das Geld. Nach dem Tod des langjährigen Binger Bürgermeisters Eberhard Soherr konnte dann die Idee verwirklicht werden. Denn er hatte in seiner Hinterlassenschaft verfügt, dass 10.000 Mark für die Errichtung eines massiven Turms mit Basalt-Lava und Sandsteinen aufgewendet werden sollten. Der Name Kaiser-Friedrich-Turm geht zurück auf Kaiser-Friedrich III, auch genannt der 99 Tage Kaiser. Denn seine Regentschaft währte nur 3 Monate im dem Dreikaiserjahr 1888. Just zu diesem Zeitpunkt wurde der Turm wohl fertig und nach dem amtierenden Kaiser genannt.

Quelle: Bingen am Rhein

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis