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Bernkastel-Wittlich: Tag des offenen Denkmals am 13. September 2015

Pressemeldung vom 7. September 2015, 16:12 Uhr

Der Tag des offenen Denkmals wird am 13. September unter dem Motto „Handwerk, Technik, Industrie“ stehen. Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September öffnen bundesweit historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen für Architektur-, Kunst- und Geschichtsliebhaber. Der Denkmaltag lädt ein zu Streifzügen in die Vergangenheit und bietet dem Besucher in wohl einmaliger Weise „Geschichte zum Anfassen“. Ziel dieses Tages ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken.

Im Landkreis Bernkastel-Wittlich öffnen am 13. September insgesamt fünfzehn Kulturdenkmäler ihre Türen für Interessierte und bieten Führungen und Ausstellungen an. Die Broschüre der gemeldeten Objekte in Rheinland-Pfalz liegt bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich aus. Alle Veranstaltungen sind auch im Internet unter www.tag-des-offenen-denkmals.de zu finden.

Bausendorf, Heinzerather Kapelle, außerhalb von Olkenbach in Richtung Niederscheidweiler neben der K 30: erstmals 1475 als Filialkirche der Pfarrgemeinde Hontheim erwähnt, romanische Bauform etwa 12./13. Jh., Chor spätgotisch. Hochaltar von 1610 aus der Werkstatt des Trierer Bildhauers Hans Ruprecht Hoffmann. 14-19 Uhr, 18 Uhr Abendlob mit Gesängen aus Taizé.

Bengel-Springiersbach, historische Ölmühle: 1856 erbaut, bis 1910 Bestandteil der 1731 erbauten Klostermühle, bis Anfang der 1960er Jahre in Betrieb, originale Mühlenausstattung seit den 1990er Jahren wieder voll funktionstüchtig. 11-18 Uhr

Bengel-Springiersbach, Klostermühle: Krüppelwalmdach von 1731, bis 1915 mit vier Mahlstühlen ausgestattet, ab 1915 mit Turbine betrieben, nach umfangreicher Restaurierung Wiedereröffnung am Tag des offenen Denkmals. 11-18 Uhr

Bernkastel-Kues, Stadtteil Wehlen, Hofgut Stift Kloster Machern: nach 1084 erstmals erwähnt als Weingut Alt Machern, Neubau um 1230, 1238 Gründung als Frauenkloster im Ordensverband der Zisterzienser, 1802 Kloster aufgehoben, 2000-2004 restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 9-18 Uhr Museum und Information, Gastronomie siehe Webseite

Monzelfeld, Elektromühle, Mühlenweg 1: historische Getreidemühle (Gemeinschaftsmühle) mit funktionsfähigem Mahl- und Rüttelwerk, das Mahlwerk wurde 1948 mit Elektroantrieb erneuert, Bauernstube mit heimatkundlicher Sammlung. 10-18 Uhr

Morbach, Im Oldenburg 10, kunsthistorische Sammlung Prof. Dr. Stephen Martin: Hunsrückhaus 1790 erbaut aus Schieferstein mit Eichenholzfachwerk. Nach Sanierungs- und Konservierungsarbeiten wird das Gebäude als Wohnhaus mit kleinem Museum genutzt. Ausstellung englischer Eichenholzmöbel und Musik des 16.-18. Jhs. auf zeitgenössischen Instrumenten. 13-17 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr

Morbach-Weiperath, Hunsrücker Holzmuseum: ehemalige einklassige Elementarschule, älterer Bau von 1844/45 im klassizistischen Rundbogenstil, einer der wenigen in diesem Stil erhaltenen Bauten, von besonderer sozialgeschichtlicher und baugeschichtlicher Bedeutung. Nach Restaurierung Umwidmung im Verbund mit einem Bauernhaus zum Hunsrücker Holzmuseum. Stündlich Vorführung des historischen Sägegatters im Museumsbetrieb, ganztags historisches Holzhandwerk in Aktion, Sonderausstellung „Der Kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry. 10:30-17 Uhr

Morbach Weiperath, Wahlholzkirche: im Tal zwischen Weiperath und Hunolstein einsam gelegen, umgeben vom alten Kirchhof mit gewaltiger Linde. Erstes Gotteshaus vermutlich vor 1228 aus Holz erbaut, dem Apostel Matthias geweiht. Heutige Kirche aus den drei Epochen Romanik, Gotik und Barock, Rettung/Erhaltungsmaßnahmen seit 1990. 12-16 Uhr, 10:30 Uhr kath. Gottesdienst, 17 Uhr Konzert mit Vokalensemble „Sine Nomine“ (Morbach).

Traben-Trarbach, ehemalige Festung Mont Royal: durch den französischen Sonnenkönig Ludwig XIV hoch über Traben errichtet, 1687 nach Plänen des Baumeisters Vauban begonnen, jedoch nie fertiggestellt. Zählte damals zu den größten und beeindruckendsten Festungsanlagen Europas, eine der acht „Villes Nouvelles“ Vaubans, einzige Moselfestung und Musterfestung. Das zivile und militärische Verwaltungszentrum erster Ordnung wurde 1698 von den Franzosen selbst zerstört. Heute sind wenige Reste der gewaltigen Mauern, Kasematten und Kellergewölbe erhalten. Führung 10:30 Uhr, sonst auch zugänglich

Traben-Trarbach, Führung durch die Traben-Trarbacher Unterwelt, Treffpunkt Traben, Hotel Bellevue: die Stadt Traben-Trarbach wurde um 1900 als eine der bedeutendsten Weinhandelsstädte bekannt. Aus diesem Grund wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Kapazität der Weinkeller vergrößert. Wie in keiner zweiten Moselgemeinde wurden große Flächen des Stadtkerns mit teilweise mehrstöckigen und über 100 Meter langen Gewölben unterkellert. Ab 14 Uhr Führungen

Veldenz, Schloss Veldenz: Stammburg der Grafen und Fürsten von Pfalz-Veldenz, größte Burganlage der Mittelmosel mit Resten zweier durch Türme verstärkter Toranlagen sowie Wohngebäuden, 1107 bezeugt, 1680 zerstört. Führungen nach Bedarf durch Dr. Gilbert Haufs-Brusberg. Ritter, Knappen und Edelleute beleben die Burg, Mägde versorgen die Hungrigen mit Naschwerk und Getränken, mittelalterliche Musik im Rittersaal. 11-17 Uhr

Veldenz, Villa Romana, Hauptstraße 28: ehemaliges Quereinhaus, bis 1888 katholisches Pfarrhaus, jetzt Haus des Gastes, Massivbau mit Fachwerkgiebeln und Krüppelwalmdach von 1804, 1990/91 wurde im Keller eine römische Badeanlage mit Hypokaustheizung freigelegt. 10-12 Uhr

Wittlich-Dorf, Bauernhof, Alftalstraße 49: Bauernhaus von 1844 mit Wirtschaftsteil in Einfirstbauweise sowie abgewinkeltem Tabakschuppen, Sanierung 1993-1995. 12-18 Uhr Zeltingen-Rachtig, Deutschherrenhof, Deutschherrenstraße: spätgotische Hofanlage, 1737/38 barock überformt.

Unterhaltungsmusik auf dem Deutschherrenplatz mit Weinstand. 10-19 Uhr

Zeltingen-Rachtig, Pfarrkirche und Pfarrhof: reich gegliederter Kirchenbau des Späthistorismus, 1906 nach Plänen des Trierer Dombaumeisters Julius Wirtz in neuromanischen Formen errichtet unter Einbeziehung des barocken Turmes der Vorgängerkirche (von der auch Teile der Ausstattung übernommen wurden), Pfarrhof von 1725/78 mit Stuckdecken. Besuch von Gewölbekellern, Kelterhäusern mit alten Einrichtungen, Handwerksbetrieben u.a., Eröffnungskonzert am Morgen, Orgelkonzerte in der Kirche, ökumenischer Gottesdienst am Abend. 10-19 Uhr.

Quelle: Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich

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