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Bernkastel-Wittlich: Förderschulen suchen Betriebe für die Zusammenarbeit im Projekt Übergang Schule-Beruf

Pressemeldung vom 28. August 2012, 09:56 Uhr

Menschen mit Beeinträchtigungen haben grundsätzlich ein Recht auf Arbeit. Zur Umsetzung dieses Anspruchs bestehen verschiedene Angebotsstrukturen sowohl auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt wie auch durch die Beschäftigung in unterstützten Beschäftigungsverhältnissen wie etwa der Werkstatt für behinderte Menschen. Derzeit werden an den Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Lernen und Ganzheitliche Entwicklung die Übergänge in die Arbeitswelt im Rahmen spezifischer Unterrichtsangebote und Praktikumsbegleitung in den Abschluss-Stufen begleitet. Bedarfsorientiert entwickelt man in einem gemeinsamen Austausch mit den Schüler/innen, den Lehrern vor Ort, den Eltern, der Kreisverwaltung und der Arbeitsagentur Perspektiven, die die individuellen Formen der Beeinträchtigung zu berücksichtigen wissen.
Im Sinne einer Intensivierung dieser Lebenswegplanung und sensibleren Gestaltung dieses Übergangs in die nachschulische Lebenswelt bietet das Projekt Übergang Schule-Beruf des Integrationsfachdienstes (IFD) nun weitere Möglichkeiten der Beratung, Praktikumsakquise und Begleitung nach Beendigung der Schulbesuchspflicht.
Die Zielsetzung des Projekts Übergang Schule-Beruf deckt sich mit den Zielen, die der Landkreis im Rahmen der regionalen Teilhabeplanung erreichen möchte: die Entwicklung bedarfsgerechter Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigungen in den Bereichen Arbeit und Wohnen. Die Kreisverwaltung wirkt daher auch in einem Arbeitskreis des Projektes mit. Um möglichst optimale Bedingungen zur beruflichen Integration von Jugendlichen mit Behinderungen zu schaffen, werden vom IFD als Netzwerkarbeit Kooperationsbeziehungen zu regionalen Arbeitgebern und allen Institutionen, Einrichtungen und Unterstützungssystemen aufgebaut.
Im Landkreis Bernkastel-Wittlich richtet sich das Angebot des IFD an junge Menschen mit einer sogenannten „Lernbehinderung“ oder einer „Geistigen Behinderung“ (hier divergieren die Bezeichnung von Sozialrecht und Schulpraxis), die eine der folgenden Förderschulen besuchen: die Maria-Grünewald-Schule und die Liesertal-Schule in Wittlich, sowie die Rosenberg-Schule und die Burg-Landshut-Schule in Bernkastel-Kues. Auch die Martin-Luther-King-Schule in Traben-Trarbach, die eine eigene Stelle für die Aufgabe Übergang-Schule-Beruf eingerichtet hat, arbeitet in dem Arbeitskreis mit. Durch die unterschiedlichen Förderschwerpunkte der Schulen liegen auch unterschiedliche Anforderungsprofile und Potentiale vor, die es individuell mit möglichen Praktikumsstellen und Arbeitgebern abzustimmen gilt. Die Förderschulen sind untereinander vernetzt und stehen mit dem IFD und der Kreisverwaltung im Projekt Übergang Schule-Beruf in einem intensiven Austausch.
Für die nachschulische Eingliederung auf dem ersten Arbeitsmarkt ist es wichtig, Betriebe und Arbeitgeber zu finden, die bereit sind, das Projekt zu unterstützen und im ersten Schritt Praktikumsstellen zur Verfügung stellen. In diesen Praktika sollen die Schüler weitere Facetten der Arbeitswelt kennen lernen und ihre Fähigkeiten und Interessen für die berufliche Entwicklung ausprobieren und zugleich kritisch einschätzen können.
In den nächsten Ausgaben der Kreisnachrichten stellen die Schulen konkrete Projekte zum Übergang Schule-Beruf vor. Weitere Infos finden sich auch auf den Internetseiten der Schulen.

Quelle: Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich

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