Energiewechsel

Bernkastel-Wittlich: Fastnacht – Mit Spaß dabei, aber nebenwirkungsfrei

Pressemeldung vom 17. Februar 2014, 15:21 Uhr

Für viele Menschen gehören Fastnacht und Alkoholkonsum zusammen. Vernünftig ist das natürlich nicht, da Alkohol nicht nur Spaß und Fröhlichkeit bringt, sondern auch Schäden verursachen kann. „Ein hohes gesundheitliches Risiko birgt der Alkoholkonsum insbesondere für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, weil sie sich noch in Wachstum und Entwicklung befinden“, erklärt Dr. Brigitte Jenniches-Kloht vom Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Fachbereichs Gesundheit der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich.

Mit verantwortlichem Alkoholgenuss fühlt man sich zwar zunächst lockerer, entspannter und fröhlicher, doch mit steigendem Alkoholpegel und steigender Blutalkoholkonzentration nehmen auch negative Wirkungen deutlich zu. Man fühlt sich nicht mehr wohl, es kommt zu Übelkeit, die Reaktionsfähigkeit verringert sich, Koordinations- und Gleichgewichtssinn werden gestört, Puls und Atmung verlangsamen sich. Hierdurch kann es zur Bewusstlosigkeit und im Extremfall zum Tod kommen. Regelmäßiger Alkoholkonsum schädigt die Organe, vor allem die Leber, kann zur Abhängigkeit und psychischen Erkrankungen führen und erhöht das Risiko an Krebs zu erkranken.

„Niemals sollten Kinder und Jugendliche zum Alkohol trinken animiert werden. Niemand soll sich durch andere zum Trinken oder Weitertrinken überreden lassen. Wer keinen Alkohol möchte, soll klar Nein sagen und auch dabei bleiben“, fordert die Amtsärztin.

Nach den Vorschriften des Jugendschutzgesetzes sind Bier und Wein erst ab 16 Jahren, brandweinhaltige Getränke (Schnaps, Likör, diverse Mixgetränke) erst ab 18 Jahren erlaubt. „Beim verantwortlichen Umgang mit Alkohol sollten erwachsene Männer höchstens zwei bis drei Gläser, erwachsene Frauen höchstens ein bis zwei Gläser alkoholischer Getränke (Bier, Wein) trinken. Mindestens zwei Tage sollten jede Woche alkoholfrei bleiben“, rät Jenniches-Kloht.

Ihr Tipp gegen den Kater danach: Während des Alkoholkonsums sollten viele alkoholfreie Getränke, am besten Mineralwasser, getrunken werden, da Alkohol dem Körper Wasser und Salze entzieht. Hierdurch kann der Körper austrocknen, worauf das Gehirn mit Kopfschmerzen reagiert. Auf keinen Fall sollte Alkohol auf nüchternen Magen getrunken werden. Stattdessen sollten vor und beim Konsum von Alkohol ausnahmsweise salz- und fettreiche Speisen gegessen werden. Und wer beim Fastnachtfeiern doch zu tief ins Glas geschaut hat, sollte auch am nächsten Tag viel Mineralwasser trinken und einen langen Spaziergang an der frischen Luft unternehmen. „Im bunten Fastnachtstreiben fröhlich sein und Spaß haben – das ist gesund und geht auch ohne Alkohol. Dann bleiben auch negative Nebenwirkungen aus“, sagt Dr. Jenniches-Kloht.

Weitere Informationen zum Thema Alkohol und Sucht erhalten Interessierte beim Info-Telefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 0221/892031, bei der Sucht- und Drogen-Hotline 01805/313031 sowie beim Fachbereich Gesundheit 06571/14-2463. Informationen sind auch im Internet abrufbar: www.null-alkohol-voll-power.de (für Jugendliche von 12 bis 16 Jahren), www.kenn-dein-limit.info (für Jugendliche und junge Erwachsene), www.kenn-dein-limit.de (für Erwachsene).

Quelle: Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich

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