Energiewechsel

Bernkastel-Wittlich: Ausnahmegenehmigung zur Futternutzung von ökologischen Vorrangflächen

Pressemeldung vom 4. Juli 2016, 14:36 Uhr

Das rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerium hat Landwirten genehmigt, brachliegende Ackerflächen zur Beweidung zu nutzen oder zu Futterzwecken zu mähen. Damit reagiert das Ministerium auf die starke Beeinträchtigung von Dauergrünlandflächen durch die starken Regenfälle.

Landwirte, die im Rahmen der Beantragung von Direktzahlungen zur Bereitstellung von ökologischen Vorrangflächen im Rahmen des Greening verpflichtet sind, dürfen ab 1. Juli in Rheinland-Pfalz brachliegende Ackerflächenflächen nach Artikel 46 Absatz 2 Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 (Nutzcode 062) und Feldränder im Sinne des Artikels 45 Absatz 4 Buchstabe e der delegierten Verordnung (EU) Nr. 639/2014 (Nutzcode 058) durch Beweidung mit Tieren oder durch Schnittnutzung zu Futterzwecken nutzen. Aufgrund der anhaltend starken Regenfälle in den letzten Wochen wurde ein Großteil der Dauergrünlandflächen erheblich geschädigt, so dass eine Nutzung der Flächen nur eingeschränkt möglich und die Qualität des Futters stark beeinträchtigt ist. Bestenfalls ist bei vielen Dauergrünlandflächen noch eine Nutzung im Spätsommer möglich. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Flächen baldmöglichst abtrocknen und wieder in einen landwirtschaftlich ordnungsgemäßen Zustand gebracht werden können. Mit dieser Maßnahme soll die aktuelle Notlage der tierhaltenden Betriebe etwas abgemildert werden. Ein Großteil der rund 13.000 Hektar umfassenden Ackerbrachen sind aktiv begrünt und bieten somit eine gute Möglichkeit, durch Nässeschäden entstandene Futterengpässe zumindest teilweise auszugleichen.

Quelle: Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich

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